Brett Nr. Name DWZ

1

 Nebel, Jens 2081

2

Mittmann, Volker 1914

3

Arnold, Ulrich 1863

4

Nebel, Uwe 1843

5

Uhlich, Wilfried 1806

6

Schäfer, Martin 1768

7

Schäfers, Lars 1715

8

Pennig, Felix 1704

1001

Nordhoff, Georg 1685

Tabellenzweiter zu stark für SG Drewer

Kampf um Klassenerhalt glücklos verloren


Volker Mittmann remisierte gegen einen starken Gegner (Foto: A. Obdenbusch)
Volker Mittmann remisierte gegen einen starken Gegner (Foto: A. Obdenbusch)

In der letzten Runde der Verbandsklasse musste die SG Drewer gegen den Tabellenzweiten SW Oberhausen antreten. Nach langem Kampf unterlag der Gastgeber mit 2:6 und rutscht auf einen Abstiegsplatz.

 

Die heimischen Schachfreunde benötigten unbedingt noch einen Punkt, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. Zwar musste der Gast seine Nummer zwei wie gewohnt ersetzen und Drewer konnte nach langer Pause seine Nummer eins, Jens Nebel, aufbieten. Doch mit Lars Schäpers fehlte der erfolgreichste Marler Punktejäger und zum achten Mal musste ein Spieler der zweiten Mannschaft einspringen. Oberhausen hatte am zweiten und insbesondere am achten Brett deutliche Vorteile.

 

Es dauerte 3 ½ Stunden bis die erste Partie entschieden war. Ulrich Arnold spielte mit Schwarz an Brett drei die Rubinstein-Variante der Französischen Verteidigung, hielt die Partie immer ausgeglichen und holte ein Remis.

 

Henri Berner wurde mit Weiß an Brett acht bereits in der Eröffnung überrascht, geriet in ein unangenehmes Mittelspiel, übersah eine taktische Finesse und verlor gegen seinen starken Gegner – 0,5:1,5. Und noch einmal fünf Minuten später verlor auch Martin Schäfer mit Weiß an Brett sechs – 0,5:2,5.

 

10 Minuten verstrichen, dann folgten drei Remis im Sekundentakt. Wilfried Uhlich erreichte mit Schwarz an Brett fünf nach der Eröffnung eine geschlossene, aber unklare Stellung, so dass sich die Kontrahenten auf eine Punkteteilung einigten. Jens Nebel geriet mit Schwarz an Brett eins nach der Eröffnung in eine nachteilige Stellung und nahm das Remisangebot an. Volker Mittmann sah sich mit Weiß an Brett zwei einer seltene Variante der Französischen Verteidigung ausgesetzt. In unklarer Stellung willigte er in eine Punkteteilung mit seinem starken Gegner ein – 2,0:4,0 bei zwei ausstehenden Partien.

 

Zehn Minuten später dann die Entscheidung: Felix Pennig, zweitbester Scorer der Gastgeber, vergab seine leicht bessere Stellung und gab die Partie verloren.

 

Uwe Nebel erspielte sich mit einem Grand-Prix-Angriff an Brett vier einen Bauern- und Stellungsvorteil. Durch eine taktische Ungenauigkeit verlor er dann Qualität, Stellungsvorteil und schließlich die Partie – 2,0:6,0.

 

Durch einen überraschenden Auswärtssieg in Dortmund zog DJK Wacker Bergeborbeck an Drewer vorbei, so dass Drewer noch auf einen Abstiegsplatz rutschte. Vorentscheidend für den Abstieg waren aber die Spiele gegen die Tabellennachbarn, in denen nur ein Punkt von sechs möglichen geholt wurde. Und Drewer stand kein einziges Mal die Bestbesetzung zur Verfügung. Acht Mal mussten Spieler der zweiten Mannschaft eingesetzt werden. Sie machten ihre Sache zwar sehr gut und holten immerhin fünf Brettpunkte, aber durch das Hochrücken bekamen die anderen Spieler wieder stärkere Gegner.(ao)

 

Abstiegskampf geht weiter

SG Drewer I verliert beim Tabellenführer nach zweimaliger Führung


Uwe Nebel sorgte für die 2:1-Führung (Foto: A. Obdenbusch)
Uwe Nebel sorgte für die 2:1-Führung (Foto: A. Obdenbusch)

In der vorletzten Runde der Verbandsklasse Gruppe 1 musste die abstiegsbedrohte SG Drewer beim Nachbarn und Tabellenführer SF Buer antreten. Nach gutem Beginn musste sich Drewer noch mit 3:5 geschlagen geben.

 

Während die SF Buer in Bestbesetzung antrat, musste die SG Drewer einmal mehr auf ihre Nummer eins verzichten. Der Spitzenreiter hatte darüber hinaus an alle Brettern Vorteile in der statistischen Spielstärke, und zwar zwischen 43 und 235 DWZ-Punkten. Insofern waren Favoriten- und Außenseiterrollen vor Spielbeginn eindeutig vergeben.

 

Doch nach knapp zwei Stunde ging nicht der Favorit, sondern überraschend Drewer. Felix Pennig konnte mit Weiß an Brett sieben früh einen Angriff aufbauen, der nach einem Fehler von Schwarz im 14. Zug zum Sieg führte. Mit dem fünften Sieg im siebten Spiel ist er nun fünfbester Punktejäger seiner Klasse. .

 

Fünf Minuten später glich Buer zum 1:1 aus. Ulrich Arnold kam mit Schwarz an diesem Tag nicht richtig in die Partie und musste sich bald geschlagen geben.

 

Eine viertel Stunde später sorgte Uwe Nebel mit Weiß an Brett drei für die erneute Gästeführung. Mit einem Grand-Prix-Angriff gegen eine Sizilianische Verteidigung übte er großen Druck auf die schwarze Königsstellung aus. Schwarz übersah dabei den drohenden Mattangriff bzw. den Damenverlust und war besiegt.

 

Die 2:1-Führung für Drewer hielt eine Stunde. Dann unterliefen Georg Nordhoff mit Schwarz an Brett acht zwei schwache Züge, mit denen er Bauern und Partie verlor – 2:2.

 

Der intensive Mannschaftskampf ging unter größter Anspannung weiter, erst nach fünfeinhalb Stunden endete die fünfte Partie. Wilfried Uhlich erreichte mit Schwarz an Brett vier gegen den nach der Papierform stärksten Gegner eine Punkteteilung. Nach einer Caro-Kann-Verteidigung hielt er das umkämpfte Turmendspiel jederzeit ausgeglichen – 2,5:2,5.

 

 

Und weiter ging’s. Um 19:15 Uhr geriet Drewer erstmalig in Rückstand. Lars Schäpers war mit Schwarz an Brett sechs nach der Eröffnung und in einer geschlossenen Stellung in eine etwas passive Lage geraten. Nach langem Ringen gelang Weiß erst in einem Bauernendspiel der entscheidende Durchbruch: 2,5:3,5; für Lars Schäpers war es die erste Saisonniederlage.

 

Eine halbe Stunde später war dann der Mannschaftskampf entschieden. Martin Schäfer fand mit Weiß an Brett fünf nach einem Königsangriff nicht den richtigen Gewinnweg. Im Endspiel spielte er mit einem Mehrbauern gegen einen schwarzen Qualitätsvorteil, in dem sich Schwarz schließlich durchsetzte – 2,5:4,5.

 

Volker Mittmann spielte danach mit Weiß an Brett eins noch weiter, um etwas für das Brettpunktekonto seines Teams zu tun. Ein Läufer/Springer-Endspiel bei einem Mehrbauern führte noch zu einem Remis – 3:5.

 

Jetzt hängt alles vom letzten Spieltag ab. Während zwei Absteiger schon feststehen, wird der dritte zwischen FS Dortmund, Bergeborbeck und Drewer ermittelt. Jeder Brettpunkt kann entscheiden. (ao)   

 

SG Drewer stürzt Tabellenführer

Aufsteiger holt wichtige Punkte im Abstiegskampf


Am siebten Spieltag der Verbandsklasse Gruppe 1 musste die abstiegsbedrohte Mannschaft der SG Drewer 54 zum ungeschlagenen Tabellenführer, dem SV Welper II, nach Hattingen reisen. Die Marler Gäste holten sich mit einem unerwarteten und deutlichen 5,5:2,5-Auswärtssieg beide Mannschaftspunkte.

Es sprach vieles gegen die abstiegsbedrohte SG Drewer: Zwei Stammkräfte mussten kurzfristig ersetzt werden, und zwar durch Spieler aus der zweiten Mannschaft, und es ging zum ungeschlagenen Tabellenführer. Aber Drewer benötigte dringend Punkte aus den drei noch ausstehenden Wettkämpfen, um den Abstand zu den Abstiegsrängen zu vergrößern.

Und es fing für den Außenseiter verheißungsvoll an. Wolfgang Ritter (s. Foto) sorgte nach 2 ½ Stunden für die 1:0-Führung des Gastes. Mit Schwarz an Brett acht konnte er nach einem Eröffnungsfehler des Gegners mehrere Bauern gewinnen und sich dann im Endspiel nach 36 Zügen durchsetzen.

Wenig später verteidigte Volker Mittmann mit Weiß an Brett eins die Führung. Nach leichtem Eröffnungsvorteil geriet er in eine gedrückte Stellung, einigte sich mit seinem Gegner aber auf Remis.

Wilfried Uhlich ließ mit Weiß an Brett drei weitere 10 Minuten später eine erneute Punkteteilung folgen. Bei gleichen Bauernstrukturen einigten sie die Kontrahenten auf Remis zum 2:1 für Drewer.

Anschließend komplettierte Uwe Nebel mit Schwarz an Brett zwei Drewers Remis-Hattrick. Nach Französischer Verteidigung tauschte er das Material nahezu vollständig ab. Im Turmendspiel sah er dann aber keine Gewinnmöglichkeit mehr – 2,5:1,5.

Kurz nach 17:00 Uhr erhöhte Martin Schäfer die Führung auf 3,5:1,5. Gegen die weiße Larsen-Eröffnung fand er immer sehr gute Antworten, so dass Weiß in eine verlorene Stellung geriet und durch Zeitüberschreitung die Partie verlor.

Um 17:28 Uhr fiel dann die Entscheidung. Lars Schäpers hatte mit Weiß an Brett fünf dem Gegner im Mittelspiel eine Bauernschwäche zugefügt und diesen Bauern dann erobert. Dieser Vorteil reichte ihm in einem Leichtfigurenendspiel zum Sieg. 4,5:1,5 – Drewer hatte beide Mannschaftspunkte sicher. Der junge Marler bleibt mit dem fünften Sieg im siebten Spiel unbesiegt und erfolgreichster Punktejäger in seiner Klasse. Sein persönliches DWZ- Punkte-Konto verbesserte er in dieser Saison bereits um rund 100 auf 1.822 Punkte.

Eine weitere Stunde verstrich, ehe Felix Pennig mit Schwarz an Brett sechs mit dem dritten Einzelsieg auf 5,5:1,5 für Drewer erhöhte. In einer geschlossenen, komplexen Stellung gewann er zunächst einen Bauern und dann noch eine Figur. Das reichte zum Partiegewinn.

Anschließend gab Sebastian Mittmann seine Partie auf. Als Ersatzmann hatte er mit Weiß an Brett sieben den nach DWZ-Punkten schwersten Gegner aus Welper erhalten. Gegen die rund 2000 DWZ-Punkte seines Kontrahenten kämpfte er lange unverdrossen an, musste sich aber letztlich geschlagen geben.

 

Trotz des Sieges konnte Drewer zwar den Abstand zu den Abstiegsrängen nicht vergrößern, doch die Aussichten auf den Klassenerhalt sind wieder besser, auch wegen der guten Brettpunktzahl.

Fünfeinhalb Stunden Spannung pur

Lars Schäpers erfolgreichster Punktejäger


Lars Schäpers blieb in der Erfolgsspur (Foto: A. Obdenbusch)
Lars Schäpers blieb in der Erfolgsspur (Foto: A. Obdenbusch)

In der sechsten Runde der Verbandsklasse Gruppe 1 empfing die SG Drewer den FS Dortmund. Nach einem hart umkämpften Mannschaftskampf verlor der Gastgeber nach fast fünfeinhalb Stunden mit 3,5:4,5.

Aufsteiger Drewer brauchte jeden Punkt, um die Verbandsklasse zu halten; es fehlte aber der Spitzenspieler für Brett eins. Dortmund musste seine Stammbesetzung für die Bretter eins und zwei ersetzen.

Uwe Nebel brachte Drewer nach 30 Minuten 1:0 in Führung. Er gewann kampflos, da sein Gegner nicht erschien.

Doch bereits eine Stunde später der Ausgleich zum 1:1: Volker Mittmann nutzte mit Schwarz an Brett eins einen Eröffnungsfehler seines Gegners nicht aus und verlor dann eine Figur in ausgeglichener Stellung, so dass er aufgab.

Martin Schäfer wehrte mit Schwarz an Brett fünf einen nachhaltigen Angriff seines Gegners mit angebotenem Figurenopfer ab, betonierte seine Verteidigung und erzwang so Remis.

Wenig später erreichte auch Ulrich Arnold mit Weiß an Brett zwei nach intensivem Mittelspiel durch Zugwiederholung ein Remis zum 2:2.

Dem folgte bald eine weitere Punkteteilung. Felix Pennig konnte sich mit Schwarz an Brett sieben aus der gedrückten Stellung der Eröffnung befreien und mit Vorteilen ins Endspiel gelangen. Wegen Zeitnot musste er jedoch das Remisangebot des Gegners zum 2.5:2,5 annehmen.

Eine gute halbe Stunde erstmals ein Rückstand. Georg Nordhoff, Weiß, Brett acht, ging mit einem Bauern weniger ins Endspiel, verlor beim Damentausch einen Springer und gab auf - 2,5:3,5.

Doch nach weiteren 70 Minuten glich Lars Schäpers mit Weiß an Brett sechs aus. In einem offenen Mittelspiel verhielt sich sein Gegner zu passiv und ließ seine Stellung durch einen weißen Freibauern lahmlegen. Das reichte Weiß auch in Zeitnot zum Sieg. Nach diesem Sieg bleibt Lars Schäpers weiterhin ungeschlagen. Mit sechs Punkten aus sieben Partien führt er die Punktejägerliste an.

 

Um 19:25 Uhr dann die Entscheidung im Mannschaftskampf: Wilfried Uhlich spielte mit Weiß an Brett vier in ausgeglichener Stellung auf Gewinn; das ging schief: 3,5:4,5 – eine bittere Niederlage nach großem Kampf.

SG Drewer I verlässt Abstiegsplätze

Lars Schäpers zweitbester Topscorer


Lars Schäpers holte den alles entscheidenden Sieg (Foto: A. Obdenbusch)
Lars Schäpers holte den alles entscheidenden Sieg (Foto: A. Obdenbusch)

Zur fünften Runde der Verbandsklasse Gruppe 1 musste die abstiegsbedrohte SG Drewer lippeaufwärts zum Schlusslicht SV Hamm II reisen. Mit 5:3 sicherten sich die Marler zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

Beide Teams konnten nicht in Bestbesetzung antreten. Beim Gastgeber fehlte die Stammbesetzung für Brett vier, bei Drewer die für die Bretter eins und acht. Drewer schien an den Brettern eins bis vier, Hamm an den Brettern fünf bis acht etwas stärker aufgestellt zu sein.

Nach knapp zwei Stunden einigten sich Ulrich Arnold mit Schwarz an Brett zwei und sein Gegner auf Remis, nachdem die Partie seit der Eröffnung jederzeit ausgeglichen war.

Wenige Minuten später brachte Martin Schäfer mit Weiß an Brett fünf Drewer die 1,5:0,5-Führung. Nach Italienischer Eröffnung führte er einen starken Angriff, der die schwarze Königsstellung erschütterte. Vor seinem entscheidenden Mattangriff gab der Gegner auf.

Nach weiteren 90 Minuten stabilisierte Volker Mittmann mit Weiß an Brett eins die Führung durch ein zweites Remis. Nach Damentausch konnte sein Gegner seine Schwächen beheben und es gab eine Punkteteilung.

Marius Kraft erhöhte dann mit Schwarz an Brett acht 40 Minuten später auf 3,0:1,0. Der Ersatzspieler aus Drewers Reserve geriet nach der Eröffnung unter Druck und verlor einen Turm, so dass die Partie verloren schien. Im Endspiel setzte er dann alles auf eine Karte und erreichte noch eine Bauernumwandlung, die die Partie entschied.

Zehn Minuten später holte Uwe Nebel dann mit Weiß an Brett drei das  dritte Remis gegen eine Französische Verteidigung. Er riskierte den Vorsprung seiner Mannschaft nicht und begnügte sich mit einer Punkteteilung.

Minuten später dann der erste Rückschlag als Georg Nordhoff mit Weiß an Brett sieben seine Partie aufgab. Nach der Eröffnung verlor er zwei Bauern, die er zwar später zurückgewann, dabei aber eine Kombination mit Figurenverlust übersah – nur noch 3,5:2,5 für Drewer.

Eine halbe Stunde später machte Lars Schäpers mit Schwarz an Brett sechs dann alles klar. Eine lange ausgeglichene Partie entschied er im Endspiel mit einem Bauerndurchbruch für sich und sicherte seinem Team mit dem 4,5:2,5 beide Mannschaftspunkte. Er bleibt in dieser Saison weiter ungeschlagen verbessert sich um 74 DWZ-Punkte und belegt Platz zwei der Topscorerliste.

 

Wilfried Uhlich rundete dann mit dem vierten Remis den Mannschaftskampf zum 5,0:3,0 ab. Mit fünf Mannschaftspunkten kletterte Drewer auf den sechsten Tabellenplatz, hat aber noch ein schweres Restprogramm.(ao)

David ärgert Goliath

Junge Dreweraner retten Schachgemeinschaft das Mannschaftsremis


In der vierten Runde der Verbandsklasse Gruppe 1 empfing der Aufsteiger SG Drewer die starke Mannschaft vom SV Rochade Eving aus Dortmund. Nach einem bis zur letzten Partie hochspannenden Kampf hielt der Außenseiter mit einem 4:4 einen Mannschaftspunkt fest.

 

Es drohte ein ungleicher Kampf zu werden. Die heimische Schachgemeinschaft musste ihre Spitzenspieler an den Brettern eins und zwei ersetzen, der Gast trat mit einem Vertreter an Brett acht an. Nach der Papierform hatte Eving an sechs Brettern Vorteile, vier Spieler ranggierten rund 200 DWZ-Punkte vor ihren Dreweraner Gegnern.

 

Nach fast zwei Stunden überraschte Martin Schäfer mit Weiß an Brett vier gegen seinen starken Evinger Gegner mit einem Remis. Er hatte seine Figuren besser entwickelt, doch Schwarz rettete sich durch vielfachen Abtausch noch in eine Punkteteilung.  

 

Uwe Nebel spielte mit Weiß an Brett zwei gegen einen Gegner mit 2.086 DWZ-Punkten. Weiß unterliefen einige positionelle Fehler, nach denen sich Schwarz mit einem sehenswerten Königsangriff durchsetzte – 0,5:1,5.

 

Doch bereits zwei Minuten später glich der jungen Felix Pennig zum 1,5:1,5 aus. Mit Weiß entwickelte er an Brett sechs in einer scharfen Variante der Pirc-Verteidigung einen gefährlichen Angriff, der die Partie entschied. Damit spielte er sich auf Rang sechs der Topscorerliste.

 

Keine fünf Minuten waren verstrichen, als Wilfried Uhlich mit Schwarz an Brett drei in leicht besserer Position durch mehrfache Stellungswiederholung Remis gab und den Gleichstand verteidigte.

 

Weitere zehn Minuten später remisierte auch Lars Schäpers mit Schwarz an Brett fünf gegen einen sehr starken Gegner zum 2,5:2,5. Nach einer ruhigen Französischen Eröffnung hatte er leichte Vorteile im Endspiel, die jedoch nicht zum Sieg reichten. Weiterhin ungeschlagen brachte ihm das Remis den siebten Platz in der Topscorerliste.

 

Nach etwa einer weiteren halben Stunde musste Ulrich Arnold mit Schwarz an Brett eins seine Partie verloren geben – 2,5:3,5. War der Mannschaftskampf verloren?

 

Georg Nordhoff steuerte dann mit Schwarz an Brett sieben ein weiteres Remis zum 3,0:4,0 bei, da Weiß nicht konsequent genug spielte.

 

Jetzt hing alles an der letzten Partie, die der jüngste Marler, Marius Kraft, mit Weiß noch an Brett acht bestritt. Im Mittelspiel hatte er einen Bauern gewonnen und entschied dann nervenstark durch druckvolles Spiel mit dem Läuferpaar das Endspiel für sich. Mit dem 4,0:4,0 rettete er Drewer doch noch einen Mannschaftspunkt.(ao)

 

Ein Partiegewinn war zu wenig

SG Drewer I ersatzgeschwächt am Ende chancenlos


Lars Schäpers holte den einzigen Tagessieg (Foto: A: Obdenbusch)
Lars Schäpers holte den einzigen Tagessieg (Foto: A: Obdenbusch)

Die SG Drewer I musste in der dritten Runde der Verbandsklasse Gruppe I zur dritten Manschaft des SV Wattenscheid reisen. Lange hielt der Marler Aufsteiger den Mann-schaftskampf offen, verlor aber dann noch klar 2,5:5,5.

Drewer reiste als Außenseiter an, sprach doch die Statistik eine klare Sprache: Die Stamm-spieler für Brett eins und vier fehlten. Die Ersatzspieler machten ihre Sache zwar sehr gut, aber die anderen sechs Spieler mussten ein bis zwei Bretter höher spielen. So hatte das sehr gut besetzte Wattenscheider Team an allen acht Brettern einen Vorteil von 110 bis 230 DWZ-Punkten.

Wilfried Uhlich holte nach kaum mehr als einer Stunde mit Weiß an Brett drei mit einem Damengambit in der Abtauschvariante der Slawischen Verteidigung ein Remis. Gleiche Bauernstrukturen nach der Eröffnung legten den Grundstein für die Punkteteilung.

An Brett zwei hatte Ulrich Arnold nicht seinen besten Tag, kam nicht richtig ins Spiel und gab nach fast zwei Stunden auf. Die nächsten Entscheidungen ließen dann fast zwei Stunden auf sich warten, fielen dann aber beinahe im Minutentakt.

Ersatzmann Sebastian Mittmann, SG Drewer II, machte seine Sache gut und holte um 17:41 Uhr gegen den Wattenscheider Stammpieler ein weiteres Remis zum 1:2.

Minuten später konnte Wolfgang Ritter, zweiter Ersatzspieler aus der zweiten Mannschaft, mit Schwarz an Brett acht nach druckvollem Spiel seines Gegners das Endspiel ebenfalls in ein Remis zum 1,5:3,5 abwickeln. 

Doch dann ging Volker Mittmanns Partie an Brett eins verloren. Seine weißen Steine wurden bereits im Mittelspiel in eine gedrängte Position gezwungen. Dies führte zu einem Bauern-verlust und leitete letzendlich die Niederlage ein.

Doch fünf Minuten später konnte Lars Schäpers mit Weiß an Brett fünf zum 2,5:3,5 verkürzen. Nach einem taktisch orien-tierten Mittelspiel geriet er gegen seinen starken Gegner in ein ungünstiges Turmendspiel. Dann jedoch unterlief Schwarz ein Fehler, und der erste Tagessieg für Drewer I war vollbracht.

Minuten später gingen die letzten beiden  Partien verloren. Felix Pennig misslang mit Schwarz an Brett acht in leicht besserer Endspielstellung ein taktischer Schlag. Mit dem  2,5:4,5 war der Mannschaftskampf entschieden. Martin Schäfer opferte an Brett vier mit Schwarz zwei Bauern, um den Gegner in eine Falle zu locken. Dieser konnte knapp auswei­chen und profitierte entscheidend vom Materialvorteil - 2,5:5,5.

SG Drewer gibt knappe Führung wieder aus der Hand

Spannendes Aufsteigerduell bis in den Abend


Felix Pennig setzte sich mit seinem zweiten Sieg an die Spitze der Topscorerliste (Foto: A. Obdenbusch)
Felix Pennig setzte sich mit seinem zweiten Sieg an die Spitze der Topscorerliste (Foto: A. Obdenbusch)

Die heimische Schachgemeinschaft empfing zur zweiten Runde der Verbandsklasse Gruppe I den Mitaufsteiger DJK Wacker Bergeborbeck, den letztjährigen Bezirksliga-Meister des Schachverbandes Essen.

Der Gast aus der Ruhrmetropole schickte ein sehr ausgeglichenes Team an die Bretter und hatte zumindest nach der DWZ-Statistik an sechs Brettern einen Spielstärkenvorteil von 45 bis 126 DWZ-Punkten.

Die erste Partie endete schon nach knapp zwei Stunden. Wilfried Uhlich baute mit Schwarz an Brett fünf eine Caro-Kann-Verteidigung auf, die Weiß in die Abtauschvariante lenkte. Nach etwas gedrückter Stellung, aber festem Zentrum wickelte Schwarz gegen seinen starken Gegner mit einem ausgeglichenem Turmendspiel zum Remis ab - ½: ½. Wenig später remisierte Jens Nebel mit Schwarz an Brett eins ebenfalls, da die Partie in Zugwiederholung endete - 1:1.

Nach weiteren 90 Minuten musste sich Ulrich Arnold mit Schwarz an Brett drei seinem Gegner nach hartem Ringen geschlagen geben – 1:2. Drewer geriet auf die Verliererstraße.

Doch dann drehten die beiden Jüngsten den Mannschaftskampf wieder. Sieben Minuten nach dem Rückstand glich Felix Pennig an Brett acht mit Weiß zum 2:2 aus. Er nutzte in einem spannenden Endspiel einen Fehler seines Gegners zur Bauernumwandlung aus. Keine 10 Minuten später brachte Lars Schäpers sein Team mit Schwarz an Brett sieben mit 3:2 in Führung. Er büßte zwar im Endspiel seinen Freibauern ein, dafür gelang ihm aber ein partieentscheidendes Eindringen seiner beiden Türme.

Mehr als vier Stunden waren bereits gespielt, als Volker Mittmann mit Weiß an Brett zwei zum 3,5:2,5 remisierte. Um den gegnerischen weißfeldrigen Läufer einzuengen hatte Weiß seine Königsstellung geöffnet, was der Gegner zum Ausgleich nutzte. An den Brettern vier und sechs wurde weiter gerungen.


Nach viereinhalb Stunden musste Drewer dann den Ausgleich hinnehmen. Uwe Nebel bekam mit Weiß an Brett vier nach seinem Grand-Prix-Angriff gegen eine sizilianische Verteidigung positionelle Nachteile. Nach einer ungenauen Mittelspielkombination gegen seinen starken Gegner geriet er in ein schwieriges Endspiel, das er nach hartnäckiger Verteidigung verlor – 3,5:3,5.

Nach einer weiteren knappen Stunde verlor Martin Schäfer  mit Weiß an Brett sechs seine Partie zum 3,5:4,5-Endstand.