SG Drewer II sichert vorzeitig Klassenerhalt

Frühe, klare Führung ermöglicht Sieg

Kurt Reich sicherte mit seinem Partiegewinn den Mannschaftssieg. (Foto: A. Obdenbusch)
Kurt Reich sicherte mit seinem Partiegewinn den Mannschaftssieg. (Foto: A. Obdenbusch)

Oer-Erkenschwick/Marl, den 01.03.2020. In der sechsten Runde der Bezirksklasse reiste die zweite Mannschaft der SG Drewer 54 e. V. zum Schlusslicht SV Erkenschwick IV. Mit einem 5,0:3,0-Auswärtssieg brachten die Marler zwei wichtige Mannschafts-punkte mit nach Hause. 

Für beide Mannschaften ging es um viel. Der Gastgeber brauchte die Punkte, um den Kontakt zu einem Nichtabstiegsplatz herzustellen, der Gast hätte sich mit einem Sieg bereits aller Abstiegssorgen ent-ledigen können. Während bei Erkenschwick ein Stammspieler aus-fiel, musste Drewer an drei Brettern Ersatz aufbieten.

Dennoch fing es für Drewers Reserve gut an. Nach nicht einmal 90 Minuten zwang Schachnestor Helmut Neumann mit Weiß an Brett drei seinen Gegner durch Figurengewinn und guter Stellung zur Auf-gabe.

Minuten später erhöhte Peter Stickel mit Schwarz an Brett acht auf 2:0. Er setzte sich im Endspiel trotz eines Minusbauern durch druck-volles Angriffsspiel gegen seinen jungen Gegner durch.

Zwanzig Minuten später steuerte Axel Obdenbusch mit Weiß an Brett sieben eine Punkteteilung bei. Er kam etwas mühsam aus der Eröffnung, befreite sich dann aber und bot seiner Gegnerin Remis, das diese trotz eines Mehrbauern nach 21 Zügen zum 2,5:0,5 für den Gast annahm.

Danach erhöhte René Broich mit Schwarz an Brett sechs auf 3,5:0,5. In einem beiderseitigen Turm-Läufer-Endspiel verschaffte er sich gekonnt einen unerreichbaren Freibauern, so dass sein Gegner aufgab.

Minuten später sicherte Udo Kopp den ersten Mannschaftspunkt. Nach einer zähen, ausgeglichenen Partie nahm sein Gegner das Remisangebot zum 4,0:1,0 an.

Weitere zwei Minuten danach ging dann die erste Partie verloren. Dr. Karl-Peter Müller war mit Schwarz an Brett zwei in ein Doppel-Turm-Endspiel mit einem Nachteil von zwei Bauern geraten. Nach Abtausch der Tür-me konnte er die Bauernumwandlung nicht mehr stoppen und gab auf – 4,0:2,0.

Aber eine gute Stunde später entschied Kurt Reich den Mannschaftskampf endgültig. In einem beiderseitigen Dame-Springer-Endspiel verschaffte er sich geschickt einen zweiten Mehrbauern, so dass sein Gegner kurz darauf aufgab – 5,0:2,0 für den Gast.

Währenddessen spielte Wolfgang Ritter immer noch mit Weiß an Brett eins. Als Schwarz es dann gelang, in die weiße Stellung einzudringen, blieb Weiß nur die Aufgabe zum 5,0:3,0-Endstand.

 

Drewers neuformierte zweite Mannschaft, die bislang nur ein Mal in Bestbesetzung spielen konnte, hat sich damit vor der letzten Runde den Klassenerhalt gesichert. (ao)

SG Drewer II gegen Spitzenreiter chancenlos

Wolfgang Ritter punktet als Einziger

Wolfgang Ritter schaffte gegen einen starken Gegner ein Remis (Foto: A.: Obdenbusch)
Wolfgang Ritter schaffte gegen einen starken Gegner ein Remis (Foto: A.: Obdenbusch)

Castrop-Rauxel/Marl, den 23.02.2020. In der fünften Runde der Bezirksklasse musste die zweite Mannschaft der SG Drewer 54 e. V. ersatzgeschwächt zum verlustpunktfreien Spitzenreiter SK Ickern nach Castrop-Rauxel reisen. Die Herkulesaufgabe erwies sich für die Marler als unlösbar, sie verloren deutlich mit 0,5:7,5.

Klarer Favorit war der Gastgeber, der in der Vorsaison noch eine Klasse höher spielte. Ickern stand die Stammbesetzung für die Bret-ter vier, sieben und acht nicht zur Verfügung, die aber mindestens gleichwertig ersetzt werden konnte. Drewers Reserve musste die Stammspieler an den Brettern zwei, drei, sechs und acht ersetzen und zwei Spieler aus der 1. Kreisklasse aufbieten, um die Lücken zu schließen. Ickern hatte an den Brettern zwei und sechs leichte Vor-teile von rund 100 DWZ-Punkten in der statistischen Spielstärke, an allen anderen Brettern deutliche Vorteile zwischen 300 und mehr als 600 DWZ-Punkten. Bei dieser ungleichen Ausgangslage wäre alles andere als ein klarer Sieg der Hausherren eine Überraschung gewe-sen. Aber die Überraschung blieb aus. Nach nicht einmal 90 Minuten lag Drewer bereits 0:2 zurück.

Peter Stickel war mit Schwarz an Brett sechs auf der offenen c-Linie und bei geschwächter Königsstellung stark unter Druck geraten. Nach vierzig Zügen hätte er einem Schachgebot in schwieriger Stellung nur mit Materialverlust ausweichen können und gab auf.

Wenig später wurde Dr. Karl-Peter Müller mit Schwarz an Brett zwei nach 21 Zügen mit einem Dame-Sprin-ger-Angriff auf der offenen g-Linie mattgesetzt. .

Dann musste auch Udo Kopp mit Schwarz an Brett vier nach 21 Zügen aufgeben – 0:3.

Adrian Kwiatkowski ging mit Weiß an Brett sieben mit einem Turm und einem Bauern weniger ins Endspiel und gab sich nach 25 Zügen geschlagen

Wolfgang Ritter hatte sich mit Weiß an Brett eins eine gute Stellung aufgebaut und zwei Mehrbauern ver-schafft. Schwarz konnte dann durch ein Materialopfer ins Dauerschach und damit ins Remis abwickeln – 0,5:4,5.

Dann geriet auch Helmut Neumann, der mit Weiß an Brett drei bereits Materialrückstand hatte, in eine aus-sichtslose Stellung und musste aufgeben – 0,5:5,5.

Sascha Kranzusch spielte noch eine Stunde weiter, gab sich aber nach 37 Zügen bei Materialnachteil ge-schlagen.

 

Axel Obdenbusch spielte währenddessen mit Weiß an Brett fünf immer noch. Er hatte zwar im Mittelspiel zwei Bauern verloren, glich diesen Nachteil aber mit dem 62. Zug wieder aus. Nach dem 82. Zug erzwang Schwarz Damentausch. Weiß konnte nun nicht mehr mit dem König seine drei Bauern gegen den schwarzen Turm verteidigen und gleichzeitig den feindlichen Freibauern stoppen. Nach 104 Zügen blieb nur die Aufgabe zum Endstand von 0,5:7,5. (ao)

SG Drewer II erkämpft  Remis

Schach: Achterbahnfahrt der Reservemannschaft

Marl, den 16.01.2020. In der vierten Runde der Bezirksklasse empfing die zweite Mannschaft der SG Drewer 54 e. V. den SV Datteln II. Nach Rückstand und Führung endete der Vergleich mit einer Punkteteilung.

 

Im Duell der Tabellennachbarn hatte Drewer an den Brettern drei, vier und sechs leichte Vorteile in der statistischen Spielstärke, an Brett sie-ben leichte und an Brett acht haushohe Nachteile.

 

Nach einer knappen Stunde ging der Gast aus der Kanalstadt mit 1:0 in Führung. Axel Obdenbusch hatte mit Schwarz an Brett sieben einen rabenschwarzen Tag erwischt. Als der die Abtauschkaskade des Geg-ners durch einen Gegenangriff stoppen wollte, übersah er eine Matt-gefahr und die Partie war zu Ende.

 

Eine gute Stunde später glich Dr. Karl-Peter Müller mit Schwarz an Brett drei zum 1:1 aus. In einem beider-seitigen Turm-Läufer-Endspiel konnte er seine ungünstigere Bauernstruktur durch geschicktes Figurenspiel überkompensieren. Als er drohte, den weißen Turm zum Preis seines Läufers zu gewinnen, gab sein Gegner auf.

 

Nach weiteren 30 Minuten folgte der erneute Rückstand - 1:2. Der junge Marcel Sharifi hatte an Brett acht mit Weiß den spielstärksten Gegner erwischt, der als Ersatzmann eingesprungen war. Weiß verlor früh einen Springer, kämpfte aber unverdrossen weiter, musste aber vor Materialvorteil und Erfahrung des Gegners schließlich kapitulieren.

 

Doch dann schien sich das Blatt zu Gunsten des Gastgebers zu wenden. Der 93-jährige Helmut Neumann mit Weiß an Brett vier ging mit einem Mehrbauern in ein Schwerfigurenendspiel. Er setzte den Gegner mehr und mehr unter Druck, so dass dieser seine Dame gegen einen Turm opfern musste, um einem Matt zu entkommen. Wenige Züge später gab Schwarz dann auf – 2:2.

 

Und Dr. Thomas Westhoff brachte mit Weiß an Brett zwei den Gastgeber dann erstmals in Führung. Weiß spielte das Vier-Bauern-Endspiel geschickter als sein Gegner, konnte alle feindlichen Bauern erobern und behielt selbst einen Bauern übrig, der für Schwarz unerreichbar war – 3:2.

 

Wenig später stabilisierte Kurt Reich mit einem Remis die Führung zum 3,5:2,5. In komplizierter Stellung ohne klaren Gewinnweg für einen der beiden Spieler bot sich die Punkteteilung an.

 

Doch dann verlor Udo Kopp an Brett fünf durch Zeitüberschreitung und Datteln glich zum 3,5:3,5 aus.

 

Jetzt hing alles von Brett eins ab. Wolfgang Ritter schien mit Schwarz im Mittelspiel schon auf der Verlierer-straße gelandet zu sein. Er rettete sich aber noch ins Endspiel und spielte hier in einer stabilen Bauernstruk-tur – allerdings mit einem Turm gegen Springer und Turm. Doch sein aktives Turmspiel verhinderte, dass der Gegner den Materialvorteil zum Partiegewinn nutzen konnte. Das Remis bedeutete den 4:4-Endstand. (ao)

 

SG Drewer II erlebt Debakel

Neuformierte Reservemannschaft ohne Chance

Kurt Reich bot lange einen starken Kampf (Foto: A. Obdenbusch)
Kurt Reich bot lange einen starken Kampf (Foto: A. Obdenbusch)

Marl, den 17.11.2019. In der zweiten Runde der Bezirksklasse empfing die zweite Mannschaft der SG Drewer 54 e. V. die Reck-linghäuser SG Läufer-Ost. Der Herkulesaufgabe gegen einen sehr starken Nachbarn waren die Marler nicht gewachsen und verloren deutlich mit 0,5:7,5.

Drewer II, der Aufsteiger, musste zwei, Läufer-Ost einen Stammspieler ersetzen. Klarer Favorit war der Gast. spielte er doch mit dem Gros seiner Mannschaft im letzten Jahr noch eine Klasse höher und war an fünf Brettern stärker, und zwar teilweise deutlich stärker aufgestellt als der Gastgeber.

Nach 80 Minuten ging der Gast dann auch mit 1:0 in Führung. Axel Ob-denbusch hatte mit Schwarz Brett an sieben auf einem wichtigen Ver-teidigungsfeld einen Turm verloren. Danach wäre seine Stellung vollkom-men zusammengebrochen, so dass er aufgab.

Ein halbe Stunde später konnte sich auch Wolfgang Ritter mit Schwarz an Brett eins dem Angriffsdruck seines überlegenen Gegners nicht mehr erwehren und gab sich geschlagen – 0:2.

Nach einer weiteren knappen Stunde ging es dann Schlag auf Schlag. Helmut Neumann hatte mit  Weiß an Brett vier im Laufe der Partie drei Bauern mehr verloren als der Gegner, dann büßte er noch einen Läufer ein, und die Königsstellung war nicht mehr zu verteidigen – 0:3.

Kurz danach wurde es auch eng für Peter Stickel. Er hatte lange nach Material und Stellung Ausgleich halten können, aber im Leichtfigurenendspiel übersah er eine Fesselung und büßte spielentscheidend seinen Läufer ein – 0:4. Der Gast hatte einen Mannschaftspunkt sicher und an den anderen Brettern war es aus Sicht des Gastgebers bestenfalls ausgeglichen.

Zwölf Minuten später war der Mannschaftskampf dann entschieden. Dr. Klaus Heidel musste seine Partie an Brett zwei ebenfalls aufgeben. Der Gast hatte mit der 5:0-Führung beide Mannschaftspunkte sicher. Minuten später ging dann auch Dr. Karl-Peter Müllers Partie an Brett drei verloren, er lag mit drei Bauern im Hinter-treffen – 0:6.

Jetzt wurde nur noch an den Brettern fünf und sechs um eine Resultatsverbesserung gekämpft. Etwas mehr als 10 Minuten später bot dann Udo Kopp mit Schwarz an Brett fünf nach 19 Zügen seinem Gegner Remis an, das jener auch akzeptierte – 0,5:6,5.

 

Die Partie an Brett sechs war inzwischen in die entscheidende Phase getreten. Bei vergleichbarem Material hatte Kurt Reich die bessere Bauernstruktur, musste aber mit Dame und Springerpaar gegen Dame und Läu-ferpaar spielen. In einer komplizierten Stellung tauschte er nicht optimal ab, sondern ließ sich auf einen Da-mentausch ein, der ihm dann einen schweren Stand bescherte. Er bot einen großen Kampf und konnte eine gegnerische Bauernumwandlung abwenden. Doch dann knüpfte sein Kontrahent ein immer enger werdendes Mattnetz aus Läuferpaar und Turm, aus dem es kein Entrinnen mehr gab – 0,5:7,5. (ao)

Nachlassende Konzentration führte in die Niederlage

SG Drewer II mit Fehlstart in die neue Saison

Wolfgang Ritter holte den einzigen Tagessieg für Drewer II (Foto: A. Obdenbusch)
Wolfgang Ritter holte den einzigen Tagessieg für Drewer II (Foto: A. Obdenbusch)

Marl/Herne, den 22.09.2019. In der ersten Runde der Bezirks-klasse musste die zweite Mannschaft der SG Drewer 54 e. V. zum SV Zeppelin Herne reisen. Der Gast erlitt eine 3,0:5,0-Nie-derlage und kehrte mit leeren Händen nach Marl zurück.

Drewers neuformierte zweite Mannschaft konnte in Bestbesetzung in Herne antreten, während dem SV Zeppelin vier Stammspieler fehl-ten. Drewer war an zwei Brettern, Herne an einem Brett deutlich besser aufgestellt.

Bereits nach 30 Minuten fiel die erste Entscheidung. Dr. Thomas Westhoff holte mit Weiß gegen einen starken Gegner nach Stel-lungswiederholung ein Remis.

Und nach einer Stunde wurde der Mannschaftskampf im Fünf-Minu-ten-Takt beinahe entschieden. Zunächst gab Kurt Reich gegen einen starken Gegner auf, nachdem er eine Figur eingestellt hatte. Dann kapitulierte Helmut Neumann, nachdem er seine Dame durch eine kurze Unaufmerksamkeit verloren hatte. Und schließlich übersah Sören Hemsing ein einzügiges Matt. 0,5:3,5 nach 70 Minuten war ein schon fast uneinholbarer Rückstand.

 Ein zarter Hoffnungsschimmer erschien, als Wolfgang Ritter zwanzig Minuten später mit Weiß an Brett eins gewann. Sein Gegner gab in schwieriger Stellung auf – 1,5:3,5.

Wenig später nahm Udo Kopp mit Weiß an Brett sieben in komplizierter Stellung ein Remisangebot seines Gegners an – 2,0:4,0. Der Gastgeber hatte einen Mannschaftspunkt sicher.

Dr. Klaus Heidel sah mit Schwarz an Brett zwei keine Möglichkeit mehr, seine Partie zu gewinnen – ein wei-teres Remis zum entscheidenden 2,5:4,5. Der Mannschaftskampf war verloren.

Weitere fünf Minuten später nahm Dr. Karl-Peter Müller in schlechter Stellung ein Remisangebot zum Endstand von 3,0:5,0 an. (ao)