SG Drewer II verliert gegen starken Gast

Ohne drei noch drei Remis geholt

René Broich holte ein respektables Remis (Foto: A. Obdenbusch)
René Broich holte ein respektables Remis (Foto: A. Obdenbusch)

Marl, den 18.09.2022. Zum Saisonauftakt der 1. Kreisliga empfing die SG Drewer II den starken Gast vom SK Sodingen/Castrop III. Der Gastgeber kämpfte tapfer, verlor aber schließlich 1,5:4,5.

Die umgebaute zweite Mannschaft der SG Drewer musste zum Start in die neue Saison auf drei Stammspieler verzichten, während der Gast, Tabellendritter der Vorsaison, in Bestbesetzung antreten konnte. So-dingen/Castrop war an fünf Brettern nach statistischer Spielstärke deutlich überlegen aufgestellt. 

Doch der Gastgeber wehrte sich nach Kräften. Sören Hemsing konnte mit Schwarz an Brett drei seine Partie im Mittelspiel wieder ausglei-chen. Im Endspiel hatte er einen leichten Vorteil, einigte sich aber nach rund zwei Stunden mit seinem spielstarken Gegner auf Remis.

Zehn Minuten später schaffte René Broich mit Weiß an Brett vier ebenfalls eine Punkteteilung, und zwar gegen einen Gegner mit einer mehr als 300 DWZ-Punkte höheren Wertung. Er verlor bei einem Angriff zwar einen Bauern, konnte aber noch in ein Remis abwickeln.

Doch weitere zehn Minuten später gewann der Gast die Oberhand. Gregor Anders kam mit Schwarz schlecht aus der Eröffnung und konnte im Laufe der Partie eine Mattdrohung nicht mehr parieren – 1,0:2,0.

Im Zehn-Minuten-Takt ging es dann weiter. Werner Seifert eröffnete seine Partie mit Weiß an Brett zwei gut, spielte dann aber etwas zu verhalten. Sein Gegner nutzte das, um selbst ein aktives Spiel aufzuziehen. Eine Figurengabel auf die Dame entschied schließlich die Begegnung – 1,0:3,0.

Ben Spieckermann gewann mit Schwarz an Brett fünf im Mittelspiel Material, büßte diesen Vorteil aber bis zum Endspiel wieder ein und verlor anschließend. Mit dem 1,0:4,0 war der Mannschaftskampf für den Gast gewonnen.

Jetzt spielte noch Olaf Gorny mit Weiß an Brett sechs seine Partie. Es war eine ausgeglichene Begegnung, in dem beide Parteien nichts zuließen. Da der Mannschaftskampf bereits entschieden war, einigten sich die beiden Kontrahenten auf eine Punkteteilung zum 1,5:4,5-Endstand.

 

Der starke Gast nahm zwar beide Punkte mit, SG Drewer II hatte aber nicht enttäuscht. (ao)

 

 

SG Drewer II holt nach frühem Rückstand noch 3,0:3,0

Remisflut zum Saisonende

Niklas Herche glich mit dem einzigen Marler Sieg den Mannschaftskampf aus (Foto: A. Obdenbusch)
Niklas Herche glich mit dem einzigen Marler Sieg den Mannschaftskampf aus (Foto: A. Obdenbusch)

Marl, den 12.06.2022. Zum Saisonschluss der 1. Kreisliga, in der für alle Mannschaften nachzuholenden Runde vier, empfing die zweite Mannschaft der SG Drewer die SG Suderwich aus Reck-linghausen. Nach frühem Rückstand und vielen Remis endete der Wettkampf 3,0:3,0

Während der Gast in Bestbesetzung an die Bretter gehen konnte, musste Drewer zwei Ausfälle kompensieren.

Bereits nach rund einer halben Stunde gab es einen Rückschlag für die Heimmannschaft. Kurt Reich unterlief mit Schwarz an Brett fünf noch in der Eröffnung ein Fehler, der ihn eine Figur kostete, so dass er aufgab – 0,0:1,0.

Nach etwa einer Stunde einigten sich Sascha Kranzusch mit Weiß an Brett sechs und sein Gegner auf Remis. Die Partie war ausgeglichen, beide sahen im Mittelspiel keinen Weg, in die gegnerische Stellung einzubrechen – 0,5:1,5.

Ebenso verständigten sich Gregor Anders mit Weiß an Brett zwei und sein Gegner nach 11 Zügen auf eine Punkteteilung. Weiß bot Remis an, da die Begegnung im Mittelspiel ausgeglichen war, und es an den Brettern eins und drei für Drewer dage-gen vielversprechend aussah – 1,0:2,0. Gregor Anders blieb damit in seinem vierten Mannschaftseinsatz un-besiegt.

René Broich wurde mit Weiß an Brett vier in einem für ihn unvorteilhaften Endspiel Remis angeboten, das er sofort zum 1,5:2,5 annahm

An Brett drei konnte Niklas Herche dann mit Schwarz die gegnerische Stellung immer weiter unter Druck setzen und schließlich eine Figur gewinnen. Das war der entscheidende Baustein zum Sieg, mit dem er zum 2,5:2,5 ausglich.

Jetzt spielten nur noch David Crowe mit Schwarz an Brett eins und sein Gegner. Nach wechselseitigen Ro-chaden führte Weiß einen starken Angriff, den der Gegner gerade noch parieren konnte. In der Abwicklung fand Weiß nicht die richtige Kombination und musste sich deswegen mit einem Remis begnügen. Damit war der Endstand zum 3,0:3,0 besiegelt.

Nach einem einschneidenden Umbau der Mannschaft in der zweiten Pandemiesaison und trotz vieler Perso-nalprobleme sicherte sich Drewer II den siebten Tabellenplatz – zwei Punkte hinter Platz drei und sechs Punkte vor dem Abstiegsplatz. (ao)

 

 

Nach klarem Rückstand noch Remis erkämpft

Ergänzungsspieler retten der SG Drewer II einen Punkt

Axel Obdenbuschs Partiegewinn rettete das Mannschaftsremis (Foto: SK Münser 32)
Axel Obdenbuschs Partiegewinn rettete das Mannschaftsremis (Foto: SK Münser 32)

Marl/Herne, den 22.05.2022. In einer Nachholbegegnung der drit-ten Runde der 1. Kreisliga musste die zweite Mannschaft der SG Drewer nach Herne zum SK Sodingen/Castrop III reisen. Nach klarem Rückstand schafften die Marler Schachfreunde noch ein 3,0:3,0.

Beide Mannschaften mussten drei Stammspieler ersetzen und dabei auch auf niedrigerklassige Spieler zurückgreifen, der Gastgeber auf einen, der Gast auf zwei. Drewers zweite Mannschaft ging als Aus-senseiter an den Start, sie war Vorletzter und der Gastgeber nach der statistischen Spielstärke bis auf Brett drei in allen Partien stärker besetzt, insbesondere an den Brettern vier und fünf.

Nach einer Stunde fand Kurt Reich mit Schwarz an Brett vier nach dem elften Zug von Weiß für seinen Königsspringer kein Fluchtfeld mehr und gab auf – 0,0:1,0 aus Sicht des Gastes.

40 Minuten später remisierte Gregor Anders mit Schwarz an Brett zwei in einer ausgeglichenen Partie zum 0,5:1,5.

Nach einer weiteren Stunde musste David Crowe mit Weiß an Brett eins die Dominanz des Spiels von Schwarz anerkennen und gab auf – 0,5:2,5.

Wenig später bot René Broich mit Weiß an Brett drei in einer Partie mit unklarem Ausgang angesichts des aussichtslos erscheinenden Mannschaftskampfs Remis zum 1,0:3,0 an.

Jetzt spielten nur noch die Ergänzungsspieler aus Drewers dritter Mannschaft.

Der junge Marcel Sharifi hatte mit Schwarz an Brett sechs im Laufe der Partie einen Mehrbauern gewonnen, musste dafür aber mit zwei Doppelbauern ins Endspiel gehen. Weiß spielte mit Turm und Springer, Schwarz mit Turm und Läufer. Nach Abtausch der Türme schlug der Springer zwar noch einige Bauern, Weiß konnte aber die Umwandlung des verbliebenen Zentrumsbauern im Schutze von König und Läufer nicht mehr ver-hindern und gab nach 3 ½ Stunden auf – nur noch 2,0:3,0.

Jetzt hing alles vom Ausgang der Partie an Brett fünf ab. Axel Obdenbusch war mit Weiß nach 25 Zügen in große Bedrängnis geraten. Sein starker Gegner hatte ihn zugestellt, und es drohten gefährliche Angriffe auf die Königsstellung sowie Materialverluste. Nach 30 Zügen entschloss sich Weiß zu einem Springer-Opfer, das ihm zwei Bauern und endlich ein angemessenes Gegenspiel brachte. Drei Züge später gewann er bei einem Gegenangriff den geopferten Springer zurück. Nach weiterem Figurenabtausch spielten beide Farben mit Dame und Springer. Aber Weiß hatte immer noch eine Bauernmehrheit, die er im Endspiel ausbaute und zudem den verbliebenen schwarzen Springer eroberte. Als Schwarz seinen letzten Bauern verlor, gab er auf. Nach mehr als 80 Zügen und viereinhalb Stunden hatte Drewer noch zum 3,0:3,0 ausgeglichen.(ao)