Nur noch zwei mit weißer Weste

Titelverteidiger Ulrich Arnold kampflos zum dritten Sieg

Wilfried Uhlich – nach drei Spielen gleichauf mit dem Titelverteidiger  (Foto: A. Obdenbusch)
Wilfried Uhlich – nach drei Spielen gleichauf mit dem Titelverteidiger (Foto: A. Obdenbusch)

Der dritte Spieltag der Stadtmeisterschaft verlief ohne spektakuläre Überraschungen. Ulrich Arnold und Wilfried Uhlich bleiben verlustpunktfrei.    

Die dritte Runde begann mit einigen vorgezogenen Partien. An Brett acht traf Kurt Reich, Weiß, auf Helmut Neumann, Schwarz. Bei  Materialgleichheit und ausgeglichener Stellung sah es zu Beginn des Endspiels nach Remis aus. Doch dann unterlief Weiß ein Fehler, so dass Schwarz noch den Sieg davontrug. Einen Schachmarathon lieferten sich Dr. Hasso Daebel, Weiß, und Axel Obdenbusch, Schwarz an Brett neun. Am Ende eines hin und her wogenden Endspiels  standen ein weißer Springer und Bauer einem schwarzen Turm gegenüber, so dass sich beide Spieler nach dreieinhalb Stunden und 87 Zügen auf eine Punkteteilung einigten. An Brett zwei empfing Martin Schäfer an Brett zwei mit Weiß den ebenfalls noch ungeschlagenen Wilfried Uhlich, der eine Caro-Kann-Verteidigung spielte. Schwarz hatte im Endspiel eine Figur mehr, konnte auf der a-Linie den weißen Freibauern schlagen und danach seinen Vorteil zum Sieg ummünzen.

Am Hauptspieltag fanden die übrigen sechs Partien statt. Titelverteidiger Ulrich Arnold siegte an Brett eins kampflos gegen Ulrich Nebel. An Brett drei empfing Dr. Ludwig Maibaum mit Weiß und einer Englischen Eröffnung Henri Berner. Schwarz fand keinen richtigen Plan und Zugriff auf den Gegner und gab nach 24 Zügen auf. Wolfgang Ritter wartete an Brett vier mit Weiß auf Olaf Gorny, der eine Caro-Kann-Verteidigung aufbaute. Schwarz stellte eine Figur ein und musste mit einer ungünstigen Bauernstruktur ins Endspiel, in dem sich Weiß schließlich mit Material- und Stellungsvorteil durchsetzte.

Enrico Berner traf mit Weiß an Brett fünf auf Marcel Hess. Nachdem keiner der beiden seinen Gegner überraschen konnte, war nach 21 Zügen das Remis unausweichlich. Udo Kopp begann an Brett sechs mit Weiß gegen Joachim Langer wie in der Italienischen Eröffnung, gegen die Schwarz die Philidor-Verteidigung spielte. Schon früh konnte Weiß den g-Bauern vor dem rochierten König schlagen; den Mattangriffen auf dieser offenen Linie konnte Schwarz nicht lange standhalten und gab sich nach 17 Zügen geschlagen. An Brett sieben setze sich Hans Banaszack mit Weiß gegen Klaus-Dieter Jordan im Endspiel durch; nach dem 50. Zug gab Schwarz auf, da der weiße Randbauer am Damenflügel nicht mehr aufzuhalten war.

Ulrich Arnold und Wilfried Uhlich führen gemeinsam mit jeweils drei Punkten vor Udo Kopp, Dr.  Ludwig Maibaum, Uwe Nebel und Wolfgang Ritter (alle zwei Punkte).