Wilfried Uhlich schlägt Titelverteidiger

Schachnestor Helmut Neumann zwingt Gegner in einen Marathon

Uhlich bezwang Titelverteidiger Ulrich Arnold (Foto: A. Obdenbusch)
Uhlich bezwang Titelverteidiger Ulrich Arnold (Foto: A. Obdenbusch)

In der vierten Runde der Stadtmeisterschaft konnte Weiß nur drei Mal den Anzugsvorteil nutzen. Wilfried Uhlich schlug in der Spitzenpartie Titelverteidiger Ulrich Arnold und übernahm die alleinige Führung.

Drei  Partien wurden vorgezogen. An Brett zwei spielte Uwe Nebel mit Weiß gegen Wolfgang Ritter, der sich mit der Steinitz-Variante gegen die Spanische Eröffnung verteidigte. Als Weiß mit dem 28. Zug einen Turm gewann, gab Schwarz angesichts der Unterlegenheit im Endspiel auf. Im Geschwister-Duell einigten sich an Brett sechs Henri Berner, Weiß, und Enrico Berner auf eine Punkteteilung. Joachim Langer geriet an Brett acht mit Weiß gegen Dr. Hasso Daebel, der eine Sizilianische Verteidigung spielte, im Mittelspiel am Königsflügel unter Druck. Es drohten spielentscheidende Materialverluste, die Weiß nach 26 Zügen aufgeben ließen.

Am Hauptspieltag ging die Partie an Brett drei zwischen Udo Kopp mit Weiß und Dr. Ludwig Maibaum als erste zu Ende. Schwarz spielte eine Sizilianische Verteidigung und bot nach 19 Züge Remis an, das Weiß annahm. Eine weitere Punkteteilung gab es an Brett neun zwischen Axel Obdenbusch, Weiß, und Kurt Reich. Nach Italienischer Eröffnung bot Weiß ebenfalls nach 19 Zügen Remis an, das Schwarz bei unklarem Endspielausgang akzeptierte.

An Brett sieben geriet Klaus-Dieter Jordan mit Weiß gegen Olaf Gorny mit einer Leichtfigur und einem Bauern im Laufe des Spiels in Materialnachteil. Weiß versuchte das Spiel mit dem Vorstoß von zwei Bauern zu drehen, als aber sein Freibauer im Zentrum auf der sechsten Reihe mit dem 37. Zug  blockiert wurde, blieb nur die Aufgabe.

Im Spitzenspiel trafen an Brett eins die beiden bisher verlustpunktfreien Wilfried Uhlich, Weiß, und Titelverteidiger Ulrich Arnold aufeinander. Nach einem Damengambit konnte sich Weiß im Verlauf der Partie einen Materialvorteil von einer Leichtfigur und zwei Mehrbauern verschaffen. Spielentscheidende weiße Mattangriffe wehrte der amtierende Champion jedoch geschickt ab. Im Endspiel konnte Schwarz die Bauernumwandlung mit einem Läufer gegen einen weißen Turm aber nicht mehr verhindern und gab nach dem 55. Zug auf.

Einen Schachmarathon lieferten sich an Brett vier der 90-jährige Helmut Neumann, Weiß, und Martin Schäfer, der eine Sizilianische Verteidigung spielte. Im Mittelspiel wehrten beide drohende Mattangriffe des Gegners gekonnt ab. Auch das Endspiel wogte hin und her bis Schwarz dann einen Freibauern bis zur zweiten Reihe durchspielen konnte und Weiß nach 85 Zügen und mehr als dreieinhalb Stunden aufgab.

Nunmehr führt Wilfried Uhlich mit vier Punkten vor Ulrich Arnold und Uwe Nebel mit jeweils drei Punkten. Dahinter folgen Marcel Hess, Udo Kopp, Dr. Ludwig Maibaum und Martin Schäfer (alle 2,5 Punkte).