3. Runde


Tisch TNr Teilnehmer Tite Punkte - TNr Teilnehmer Tite Punkte Ergebnis At
1 1. Arnold,Ulrich   (2) - 4. Nebel,Uwe   (2) 1 - 0  
2 5. Maibaum,Ludwig,D   (2) - 10. Broich,Rene   (1½) ½ - ½  
3 7. Hess,Marcel   (1) - 2. Uhlich,Wilfried   (1) ½ - ½  
4 3. Schäfer,Martin   (1) - 13. Langer,Joachim   (1) 1 - 0  
5 11. Gorny,Olaf   (1) - 6. Neumann,Helmut   (1) 1 - 0  
6 9. Kopp,Udo   (0) - 8. Reich,Kurt   (½) 0 - 1  
7 14. Berner,Enrico   (0) - 12. Obdenbusch,Axel   (0) 1 - 0  

Dritte Runde ging klar an Weiß -  Ulrich Arnold gewann Mitternachtspartie


Nachdem Schwarz die zweite Runde dominiert hatte, stand die dritte Runde der Schach-Stadtmeisterschaft ganz im Zeichen von Weiß. Einziger verlustpunktfreier Spieler ist jetzt Titelverteidiger Ulrich Arnold.

 

Im Spitzenspiel der dritten Runde trafen Ulrich Arnold und Uwe Nebel aufeinander, die beide ihre ersten zwei Partien gewonnen hatten. Um 0:45 Uhr, nach mehr als fünf Stunden und 90 Zügen, konnte der Titelverteidiger mit Weiß seinen Konkurrenten nach einem lange ausgeglichenen Spiel zur Aufgabe zwingen. Rund 30 Züge bestand Materialgleichheit, bei der Weiß zwar Zeitvorteil, aber auch einen Doppelbauern im Zentrum besaß. Nach 31 Zügen erzwang Schwarz Damenabtausch und bot nach 35 Zügen Remis an, das Weiß aber nicht annahm. Als die Zuschauer bereits dachten, die Partie würde durch das Zeitlimit entschieden, zog Schwarz in der vorletzten Minute zum 40-sten Mal und sicherte sich weitere 30 Minuten Spielzeit. Die Partie mündete nun in ein überaus spannendes Turmendspiel, in der Weiß mit König, Turm und einem Mehrbauern gegen drei Bauern, Turm und König von Schwarz spielte. Im weiteren Spielverlauf versuchte Schwarz, den weißen König einzukesseln und einen Mattangriff zu inszenieren, scheiterte aber an den Verteidigungskünsten des Gegners. Weiß konnte dann seinen Vorteil auf zwei Mehrbauern ausbauen, die als Freibauern auf der h- und a-Linie marschierten. Schließlich sah Schwarz keine Möglichkeit mehr, mit einem Turm die Damenumwandlung beider Freibauern im Schutze eines weißen Turms zu verhindern, und gab auf.

 

Am zweiten Brett einigte sich der bislang ebenfalls verlustpunktfreie Dr. Ludwig Maibaum und der noch ungeschlagene René Broich in einer ausgeglichenen Partie, in der beide mit vier Bauern und König im Endspiel standen, nach 29 Zügen auf ein Remis. Am dritten Brett konnte der schon in der zweiten Runde stark spielende Marcel Hess gegen Wilfried Uhlich nach 24 Zügen ebenfalls remisieren: Weiß besaß noch das Turmpaar, einen Springer, einen Läufer und sieben Bauern, Schwarz das Turm- und das Läuferpaar und ebenfalls sieben Bauern. Am vierten Brett war Joachim Langer mit Schwarz gegen Martin Schäfer ohne Chance und musste nach 11 Zügen aufgeben.

Die fünfte Partie entwickelte sich ebenfalls zu einem Schachthriller: Olaf-Gorny, der Betreuer der Schulschach-AG am ASGS-Gymnasium, spielte mit Weiß gegen den gewieften Senior Helmut Neumann. Bei ausgeglichener Materialverteilung bot Weiß nach 39 Zügen kurz vor der Zeitkontrolle Remis an, das Schwarz aber ablehnte. Nach 52 Zügen hatten Weiß und Schwarz im Endspiel jeweils noch fünf Bauern, Dame, einen Springer und einen Turm. Mit einer horizontalen Turmsperre konnte Weiß die Königsunterstützung des schwarzen Bauernsturms unterbinden und anschließend Materialvorteil erlangen: Turm, Springer und vier Bauern gegen Springer und fünf verbundene Bauern. Schwarz gab dann auf. Am siebten Brett war es zwischen Udo Kopp und Kurt Reich zunächst auch sehr spannend, da immer Materialgleichheit herrschte. Als der weiße Angriffsdruck dann immer stärker wurde, stellte eiß seine Dame ein und gab auf. Im Kellerduell gewann Enrico Berner nach 48 Zügen gegen Axel Obdenbusch. In einem zunächst ausgeglichenen Spiel erhöhte Weiß nach und nach den Druck über die c- und b-Linie. Schwarz musste zwei Mal eine Bauernumwandlung mit Materialverlust abwehren und verlor in beengter Stellung noch einen Turm. Mit einem Turm gegen Turm und zwei Leichtfiguren war es dann nicht mehr möglich, die dritte drohende Bauernumwandlung zu verhindern, so dass Schwarz aufgab.