4. Runde


Paarungsliste der 4. Runde
Tisch TNr Teilnehmer Tite Punkte - TNr Teilnehmer Tite Punkte Ergebnis At
1 5. Maibaum,Ludwig,D   (2½) - 1. Arnold,Ulrich   (3) 0 - 1  
2 4. Nebel,Uwe   (2) - 3. Schäfer,Martin   (2) 1 - 0  
3 10. Broich,Rene   (2) - 11. Gorny,Olaf   (2) 1 - 0  
4 8. Reich,Kurt   (1½) - 7. Hess,Marcel   (1½) ½ - ½  
5 2. Uhlich,Wilfried   (1½) - 6. Neumann,Helmut   (1) 1 - 0  
6 13. Langer,Joachim   (1) - 14. Berner,Enrico   (1) 0 - 1  
7 12. Obdenbusch,Axel   (0) - 9. Kopp,Udo   (0) 0 - 1  
 

Amtierender Stadtmeister behielt weiße Weste - Kämpfe um Platz zwei und drei immer spannender

 

In der vierten Runde der Stadtmeisterschaft holte Titelverteidiger Ulrich Arnold seinen vierten Sieg und konnte seinen Vorsprung leicht ausbauen. Die Punktstände der nachfolgenden Marler Schachfreunde lassen für die Endplatzierungen noch alles offen.

 

Der Zweitplatzierte, Dr. Ludwig Maibaum, forderte an Brett 1 mit Weiß den Spitzenreiter und Titelverteidiger, Ulrich Arnold, heraus. Nach dem 22. Zug musste Weiß aufgeben: Er hatte nicht rochiert und es nicht mehr geschafft, seinen König nachhaltig in Sicherheit zu bringen. Diese Niederlage kostete Platz zwei.

 

Uwe Nebel und Martin Schäfer saßen sich an Brett 2 gegenüber; beide hatten nach den drei ersten Runden zwei Punkte auf ihrem Konto. Schwarz spielte wie erwartet Sizilianische Verteidigung, konnte gegen das geschlossene weiße System aber keinen Druck am Damenflügel aufbauen und geriet in Entwicklungsrückstand. Als Weiß am Königsflügel angriff, hatte Schwarz noch nicht rochiert und geriet mehr und mehr unter Druck. Nach einem nachteiligen Turmabtausch öffnete Schwarz eine weitere Angriffsdiagonale für den zweiten weißen Läufer, so dass sein König auf drei Grundreihenfeldern eingekeilt wurde. Als Weiß dann noch Dame und Springer in den Angriff einschaltete, hätte Schwarz dem Matt nur noch mit Verlust der Dame begegnen können und gab nach dem 24. weißen Zug auf.

 

Die Begegnung an Brett 3 zwischen René Broich und Olaf Gorny ließ eine ausgeglichene Partie erwarten: beide spielen für die dritte Mannschaft der SG Drewer, beide hatten zwei Punkte aus den ersten drei Runden der Stadtmeisterschaft geholt. Doch es kam ganz anders. Schwarz hatte seine Eröffnung um- und seine Dame eingestellt, so dass die Partie bereits nach dem 10. Zug des Anziehenden endete. Kurt Reich und Marcel Hess spielten an Brett 4 um weitere Meisterschaftspunkte. Zwar gelang es Schwarz, sich einen Mehrbauern zu sichern, doch nach Abtausch der Leichtfiguren wollte keiner der beiden ein Risiko eingehen und einen Sieg erzwingen. Nach 16 Zügen einigten sich die Spieler auf ein Remis.

 

Wilfried Uhlich, der amtierende Blitzschachmeister, und Helmut Neumann, der älteste, aber auch erfahrenste Spieler im Teilnehmerfeld trafen an Brett 5 aufeinander. Lange war die Partie durch den Kampf um die c-Linie geprägt: auf den acht Feldern standen 6 Figuren. Dann verlagerte Uhlich das Spielgeschehen auf den Königsflügel. Neumann konnte seine Verteidigung nicht mehr schnell genug umorganisieren, geriet mehr und mehr mit seinem König unter Druck und gab nach 54 Zügen auf.

 

Zwei Vertreter der 4. Mannschaft trafen an Brett 6 aufeinander: Joachim Langer spielte gegen den jungen Enrico Berner, Teilnehmer der von der SG Drewer betreuten Schulschach-AG des ASGS-Gymnasiums und erst seit ein paar Monaten Vereinsmitglied. Schwarz errang schon am Ende der Eröffnung zwei Bauerneinheiten Materialvorteil, konnte dann noch einen weißen Turm gegen seinen Springer tauschen und baute ständig mit Läufern und Dame Drohungen auf. Schließlich konnte Weiß eine Mattdrohung nicht mehr parieren und musste aufgeben.

 

Die noch sieglosen Axel Obdenbusch (Drewer IV) und Udo Kopp (Drewer III) wollten ihre Bilanz an Brett 7 aufbessern. Die Partie begann mit der Russischen Verteidigung und bis zum 24. Zug war die Partie ausgeglichen; dann verlor Weiß ohne Kompensation einen Bauern. Im 31. und 51. Zug verlor Weiß weitere Bauern, so dass am Königsflügel einem eigenen Bauern zwei schwarze gegenüberstanden. Deren Sturm war schließlich nicht mehr aufzuhalten und Weiß gab nach dem 69. Zug auf.