5. Runde


Tisch TNr Teilnehmer Tite Punkte - TNr Teilnehmer Tite Punkte Ergebnis At
1 1. Arnold,Ulrich   (4) - 10. Broich,Rene   (3) 1 - 0  
2 2. Uhlich,Wilfried   (2½) - 4. Nebel,Uwe   (3) 1 - 0  
3 3. Schäfer,Martin   (2) - 5. Maibaum,Ludwig,D   (2½) ½ - ½  
4 7. Hess,Marcel   (2) - 11. Gorny,Olaf   (2) ½ - ½  
5 14. Berner,Enrico   (2) - 8. Reich,Kurt   (2) 0 - 1  
6 9. Kopp,Udo   (1) - 13. Langer,Joachim   (1) 1 - 0  
7 6. Neumann,Helmut   (1) - 12. Obdenbusch,Axel   (0) 1 - 0  
 

Titelverteidiger fast am Ziel

Platz zwei und drei bleiben hart umgekämpft.

Kurt Reich liegt nach langer Wettkampfpause noch gut im Rennen um die Plätze zwei und drei bei der Schach-Stadtmeisterschaft
Kurt Reich liegt nach langer Wettkampfpause noch gut im Rennen um die Plätze zwei und drei bei der Schach-Stadtmeisterschaft

In der fünften Runde der Stadtmeisterschaft konnte Titelverteidiger Ulrich Arnold mit dem fünften Sieg seinen Vorsprung an der Spitze weiter ausbauen. Dahinter bleibt es turbulent.  

Ulrich Arnold hatte es an Brett 1 mit Weiß in der Hand, René Broich, den noch ungeschlagenen Drittplatzierten, abzuschütteln und der Titelverteidigung wieder ein Stück näher zu kommen. Nach Arnolds Englischer Eröffnung konnte Schwarz lange Zeit Materialausgleich halten und als Nachziehender eine solide Stellung behaupten. Dann schlichen sich bei Schwarz Ungenauigkeiten ins Spiel ein, sodass Bauernverluste nur noch durch Qualitätsnachteile hätten vermieden werden können. Nach dem 27. Zug gab Schwarz auf.

An Brett 2 erwartete der Drittplatzierte, Wilfried Uhlich, mit Weiß den Zweitplatzierten, Uwe Nebel, der mit Schwarz spielen musste. Nach der Abtauschvariante der Slawischen Verteidigung  verlor Schwarz am Ende der Eröffnung zwei Bauern und geriet mehr und mehr in die Defensive. Weiß hatte die h-Linie erobert und übte mit Dame und Turm Druck auf h7 aus, während am Damenflügel zwei seiner Bauern nach vorne stürmten. Nach Damentausch im 24. Zug drang der weiße Turm in die 7. Reihe ein und eroberte den dritten Mehrbauern. Als Schwarz durch ungenaues Spiel dann noch einen Läufer verlor und Weiß zwei Freibauern schuf, war das Spiel endgültig verloren.

Martin Schäfer mit Weiß und Dr. Ludwig Maibaum mit Schwarz saßen sich an Brett 3 gegenüber; der Verlierer hätte die Chance, einen Platz auf dem Treppchen zu erkämpfen, wohl aufgeben müssen. Die Partie war über rund dreißig Züge nach Material ausgeglichen – beide hatten drei Leichtfiguren und drei Bauern abgetauscht. Nach Damentausch bot Schwarz dann ein Remis an, das Weiß annahm.

Die punktgleichen Marcel Hess, Weiß, und Olaf Gorny, Schwarz, traten an Brett 4 gegeneinander an. Schon bald nach der Eröffnung einigten sie sich auf ein Remis.

Der Jüngste des Teilnehmerfeldes, Enrico Berner, spielte mit Weiß an Brett 5  gegen Kurt Reich, der zu  den erfahrenen Senioren zählt, aber nach langer Pause erst vor einem halben Jahr wieder regelmäßig Wettkampfschach spielt. Weiß begann vielversprechend, stand gut im Zentrum und baute eine Mattdrohung über eine Diagonale auf. Schwarz blockierte mit einem Springer. Nach 20 Zügen hatte Schwarz allerdings einen Mehrbauern und die Qualität gewonnen. Weiß gab bald darauf auf.

Udo Kopp ließ mit Weiß an Brett 6 Joachim Langer mit Schwarz keine Chance: Er erspielte sich einen Materialvorteil von drei Mehrbauern und einem Turm. Schwarz gab nach dem 17. Zug auf.

An Brett 7 begannen Helmut Neumann mit Weiß und Axel Obdenbusch mit Schwarz eine Wiener Partie. Das Spiel war lange ausgeglichen, bis Weiß einen Mehrbauern gewinnen konnte. Beim Kampf um das Feld e7 mit entsprechendem Abtausch übersah Schwarz die Möglichkeit eines Figurengewinns im 24. Zug und gab damit den Vorteil aus der Hand. Schwarz geriet mehr und mehr unter Druck. Zwar musste Weiß im 42. Zug seine Dame opfern, um einem arabischen Matt zu entkommen, konnte allerdings die schwarze Dame bald zurückgewinnen und Schwarz endgültig auf die Verliererstraße schicken.

Nach vier Runden führt Titelverteidiger Ulrich Arnold mit fünf Siegen und fünf Punkten vor Wilfried Uhlich (3,5 Punkte) sowie Dr. Ludwig Maibaum, Uwe Nebel, René Broich und Kurt Reich (alle drei Punkte). (ao)