7. Runde - Entscheidungen um Plätze zwei und drei denkbar knapp


Stadtmeisterschaft 2015

Paarungsliste der 7. Runde
Tisch TNr Teilnehmer Tite Punkte - TNr Teilnehmer Tite Punkte Ergebnis At
1 7. Hess,Marcel   (3½) - 1. Arnold,Ulrich   (5½) 0 - 1  
2 5. Maibaum,Ludwig,D   (4) - 4. Nebel,Uwe   (4) ½ - ½  
3 2. Uhlich,Wilfried   (4) - 11. Gorny,Olaf   (3½) 0 - 1  
4 3. Schäfer,Martin   (3½) - 6. Neumann,Helmut   (3) 1 - 0  
5 10. Broich,Rene   (3) - 13. Langer,Joachim   (1) 1 - 0  
6 12. Obdenbusch,Axel   (0) - 8. Reich,Kurt   (3) 0 - 1  
7 14. Berner,Enrico   (2) - 9. Kopp,Udo   (2) ½ - ½  
Olaf Gorny stieß seinen Gegner überraschend vom Siegertreppchen
Olaf Gorny stieß seinen Gegner überraschend vom Siegertreppchen

Während mit Titelverteidiger Ulrich Arnold der Stadtmeister 2015 bereits vor dem letzten Spieltag feststand, musste eine Feinwertung zwischen vier punktgleichen Spielern über die Reihenfolge der weiteren Platzierungen in der Schach-Stadtmeisterschaft 2015 entscheiden.

Zwei Partien des siebten Spieltages waren vorgezogen worden. Dr. Ludwig Maibaum saß mit weißen Figuren Uwe Nebel an Brett 2 gegenüber; beide Spieler lagen mit vier Punkten aus sechs Partien im Kampf um die Plätze zwei und drei aussichtsreich im Rennen. Weiß konnte zwar einen Vorteil von zwei Mehrbauern gewinnen, sah aber das Spiel noch keineswegs als gewonnen an, ging weiteren Risiken aus dem Weg und bot dem Gegner Remis an, das Schwarz annahm. Mit dieser Punkteteilung konnten sich beide weiter Hoffnung auf einen Platz auf dem Treppchen machen. Axel Obdenbusch musste sich mit Weiß an Brett 6 Kurt Reich geschlagen geben, der trotz langer Pause von seinem Können nichts eingebüßt zu haben schien. Nachdem Schwarz die Bauernstruktur am weißen Königsflügel zerstört hatte, wurde das Mattnetz immer enger geknüpft, bis es für Weiß kein Entrinnen mehr gab.

Marcel Hess musste mit Weiß an Brett 1 gegen den alten und neuen Stadtmeister Ulrich Arnold antreten. Nach einem Tempoverlust und Materialnachteil gab Weiß nach dem 21. Zug auf. An Brett 3 trat der favorisierte Wilfried Uhlich mit Weiß gegen gegen Olaf Gorny an. Weiß hatte mit vier Punkten aus sechs Partien die Hand bereits nach Platz zwei ausgestreckt, Schwarz hatte allerdings auch schon 3 ½ Punkte erspielt. Nach der Abtauschvariante der Slawischen Verteidigung konnte Weiß einen Mehrbauern gewinnen, Schwarz hatte aber noch das Läuferpaar. Dann schlichen sich einige ungenaue Züge in das Spiel von Weiß ein und Gorny konnte die Partie überraschend noch mit einem Grundreihen-Matt für sich entscheiden.

Martin Schäfer, bisher 3 ½ Punkte, trachtete mit Weiß an Brett 4 gegen Helmut Neumann danach, seine Platzierung zu verbessern. Über mehr als 30 Züge war die Partie nach Material ausgeglichen. Dann jedoch konnte Weiß zwei schwarze Bauern erbeuten und sich zwei Freibauern schaffen, die nach 50 Zügen bis zur sechsten und siebten Reihe marschiert waren. Schwarz gab wenig später auf. René Broich schloss mit Weiß an Brett 5 gegen Joachim Langer seine ansprechende Turnierleistung ab. Seinen Qualitätsverlust konnte er im Laufe des Spiels durch eine wachsende Zahl von Mehrbauern überkompensieren, so dass Schwarz schließlich aufgab. Enrico Berner, der während der Saison die vierte Mannschaft der SG Drewer verstärkt hatte und jüngster Teilnehmer war, bot in einem ausgeglichen Spiel Udo Kopp nach 28 Zügen Remis an, das jener annahm. Damit hatte der Youngster in seinem ersten Einzelmeisterschaftsturnier respektable 2 ½ Punkte geholt.

Ulrich Arnold verteidigte mit 6,5 Punkten aus sieben Partien klarer als erwartet seinen Stadtmeistertitel. Danach folgten vier Spieler mit jeweils 4 ½ Punkten: Uwe Nebel, Dr. Ludwig Maibaum, Martin Schäfer und Olaf Gorny. Die Reihenfolge entschied die Buchholz-Wertung, nach der die Punkte der Gegner, gegen die gespielt wurde, unabhängig vom Ergebnis addiert werden. Dicht dahinter platzierten sich mit jeweils 4 Punkten Wilfried Uhlich, René Broich und Kurt Reich. Die Siegerehrung und die Verlosung des Sonderpreises finden am 21. Mai statt, wenn die erste Runde der Vereinsmeisterschaft beginnt.