Wilfried Uhlich verteidigt Führung mit Remis

Duell Jung gegen Alt endet unentschieden

Enrico Berner trotzt Helmut Neumann ein Remis ab (Foto: A. Obdenbusch)
Enrico Berner trotzt Helmut Neumann ein Remis ab (Foto: A. Obdenbusch)

In der fünften Runde der Stadtmeisterschaft konnte sich Weiß an vier von neun Brettern durchsetzen, bei zwei Siegen von Schwarz und drei Remis. Wilfried Uhlich reichte eine Punktteilung gegen Verfolger Uwe Nebel, um die Tabellenführung zu behaupten.  

In einer vorgezogenen Partie fand Uwe Nebel, Weiß, gegen Wilfried Uhlich, der Spitzenreiter mit Schwarz, keinen Weg, dessen solide Caro-Kann-Verteidigung aufzureißen, so dass er das Remisangebot nach 18 Zügen annahm. Damit bleiben beide Spieler in ausgetragenen Partien weiter ungeschlagen.

Der amtierende Stadtmeister Ulrich Arnold, Weiß, begann an Brett zwei mit einer Englischen Eröffnung gegen Udo Kopp, Schwarz. Mit viel Ausdauer schaffte es Weiß bei Materialgleichheit, sich nach und nach positionelle Vorteile zu erspielen. Er hielt Schwarz in gedrückter Stellung, besetzte die offene c-Linie und drang im  49. Zug mit seinen Schwerfiguren in die geschwächte weiße Verteidigung ein. Schwarz musste mit dem 50. Zug nach mehr als drei Stunden aufgeben.

An Brett drei spielte Martin Schäfer mit Weiß gegen Marcel Hess eine Italienische Eröffnung. Schwarz hielt zunächst gut dagegen, errang einen kleinen Materialvorteil und bescherte Schwarz eine ungünstige Struktur sowie unsichere Königsstellung. Doch dann konnte Weiß die Partie noch drehen und mit dem 28. Zug für sich entscheiden.

An Brett vier einigten sich Dr. Ludwig Maibaum, Weiß, und Wolfgang Ritter nach Englischer Eröffnung bei Materialgleichheit nach 31 Zügen auf Remis.

Eine Niederlage musste Olaf Gorny an Brett fünf mit Weiß und ebenfalls Englischer Eröffnung gegen Henri Berner nach 25 Zügen einstecken. Nach holländischer Verteidigung und einem Läuferangriff von Schwarz auf f3, schlug Weiß mit dem g-Bauern und öffnete damit die Linie vor dem König. Nach mehreren Angriffswellen war der Materialnachteil so groß, dass Weiß aufgeben musste.

An Brett sechs trafen mit Enrico Berner, Weiß, und Helmut Neumann, Schwarz,  der Jüngste und der Älteste im Teilnehmerfeld aufeinander. Nach 29 Zügen konnte der Youngster dem Schachnestor ein Remis abringen.

Dr. Hasso Daebel bezwang mit Weiß an Brett sieben Hans Banaszack. Eine kuriose Partie fand zwischen Joachim Langer, Weiß, und Axel Obdenbusch an Brett acht statt. Nach Skandinavischer Verteidigung konnte Schwarz durch zwei schwache Züge seines Gegners einen deutlichen Materialvorteil erlangen. Doch dann entglitt ihm die Partie wieder und im Endspiel gab er nach einer Bauernumwandlung und 74 Zügen auf.

Kurt Reich traf mit Weiß an Brett neun gegen Klaus-Dieter Jordan ebenfalls auf eine skandinavische Verteidigung. Die Partie war lange ausgeglichen, doch das Endspiel konnte Schwarz dann für sich entscheiden. Wilfried Uhlich behält mit 4 ½ Punkten die Tabellenführung vor Ulrich Arnold (4 Punkte), Uwe Nebel und Martin Schäfer (jeweils 3 ½ Punkte).