Wilfried Uhlich dicht vor der Stadtmeisterschaft

Titelverteidiger Ulrich Arnold bleibt Hattrick verwehrt

Enrico Berner aus der 4. Mannschaft spielt bisher ein starkes Turnier. (Foto: A. Obdenbusch)
Enrico Berner aus der 4. Mannschaft spielt bisher ein starkes Turnier. (Foto: A. Obdenbusch)

Die sechste, vorletzte Runde der Schachstadtmeisterschaft brachte einige Vorentscheidungen. Große Überraschungen blieben aber an diesem Abend aus.

Vor dem Hauptspieltag hatten sich Marcel Hess, Weiß, und Olaf Gorny bereits auf Remis geeinigt.

Das Spitzenspiel entschied Wilfried Uhlich mit Weiß gegen Dr. Ludwig Maibaum für sich. In einem Damengambit gewann Weiß im 27. Zug die Qualität und erzwang anschließend Damentausch auf der Grundreihe. Als Weiß dann im 30. Zug mit dem ersten Turm in die siebte Reihe eindrang, gab Schwarz auf.

Martin Schäfer empfing mit Weiß den Stadtmeister der letzten beiden Turniere, Ulrich Arnold, der eine Französische Verteidigung spielte. Materiell war die Partie lange ausgeglichen, doch engte Weiß die Bewegungsmöglichkeiten der schwarzen Figuren immer weiter ein und nahm einen schwarzen Springer aus dem Spiel, so dass der Titelverteidiger nach 37 Zügen aufgab..

Henri Berner versuchte mit Weiß gegen Favorit Uwe Nebel sein erfolgreiches Turnier fort- und sich gegen eine Pirc-Verteidigung durchzusetzen. Weiß gewann zwar zwei Mehrbauern allerdings um den Preis einer unrochierten und sehr offenen Königsstellung, die ihm nach 21 Zügen zum Verhängnis wurde.

Wolfgang Ritter traf mit Weiß auf Udo Kopp und dessen Russische Verteidigung. Weiß erzeugte immer stärkeren Druck auf die gegnerische Königsstellung und trieb den schwarzen Monarchen so auf ein Fluchtfeld, dass er mit einem Turm die schwarze Dame aufspießen konnte. Danach gab Schwarz auf.

Enrico Berner spielte mit Weiß gegen Dr. Hasso Daebel ein angenommenes Damengambit. Schwarz kam schlecht aus der Eröffnung, blockierte seine Stellung, so dass der König nicht rochieren konnte. Als der schwarze Damenflügel nach einem Turmverlust weit offenstand, verlor Schwarz nach weißer Springergabel noch einen Läufer und gab nach 16 Zügen auf.

Klaus-Dieter Jordan begann mit Weiß ein Damenbauernspiel gegen Joachim Langer, konnte zwar einen Mehrbauern gewinnen, verlor jedoch nach 21 Zügen seine Dame und gab auf.

Helmut Neumann spielte mit Weiß gegen Axel Obdenbusch und dessen Skandinavische Verteidigung. Weiß griff mit dem 31. Zug die gegnerische Dame an und öffnete gleichzeitig eine Diagonale für einen Mattangriff, so dass Schwarz wenig später aufgab.

Hans Banaszack verlor mit Weiß gegen Kurt Reich zwei Bauern, im Mittelspiel die Dame und gab auf. .

Wilfried Uhlich führt vor dem letzten Spieltag mit 5,5 Punkten vor Uwe Nebel und Martin Schäfer mit jeweils 4,5 Punkten. Dahinter folgen Ulrich Arnold (4 Punkte) sowie Enrico Berner und Wolfgang Ritter (jeweils 3,5 Punkte).