Wilfried Uhlich wird neuer Stadtmeister

Schlussrunde ohne große Überraschungen


Wilfried Uhlich blieb unbesiegt und wurde Stadtmeister (Foto: A. Obdenbusch)
Wilfried Uhlich blieb unbesiegt und wurde Stadtmeister (Foto: A. Obdenbusch)

Nachdem die Titelvergabe seit der vorletzten Runde nahezu entschieden war, ging es am letzten Spieltag der Stadtmeisterschaft noch um die weiteren Platzierungen.

In einer vorgezogenen Partie waren Uwe Nebel mit Weiß an Brett zwei und Martin Schäfer aufeinandergetroffen – beide noch Kandidaten für das Treppchen. Weiß spielte gegen die Sizilianische Verteidigung einen Grand-Prix-Angriff, mit der er die gegnerische Stellung immer weiter aufriss und mit dem 24. Zug Schwarz matt setzte.

Am Hauptspieltag erwartete Wolfgang Ritter mit Weiß an Brett eins Wilfried Uhlich, der mit einem Punkt Vorsprung in die Schlussrunde ging. Die Partie mündete schnell in die Abtausch-Variante der Caro-Kann-Verteidigung. Bei Materialgleichheit und unklarer Stellung einigten sich beide Spieler nach 23 Zügen auf Remis.

Ulrich Arnold, der Stadtmeister der vergangenen beiden Turniere, spielte mit Weiß an Brett drei gegen Enrico Berner eine Englische Eröffnung. Schwarz konnte lange Materialnachteile vermeiden, geriet allerdings am Königsflügel immer weiter unter Druck und musste schließlich aufgeben.

Dr. Ludwig Maibaum begann mit Weiß an Brett vier ebenfalls mit einer Englischen Eröffnung gegen Helmut Neumann. Im Laufe der Partie konnte er sich Raumvorteile sichern. Weiß erhöhte den Angriffsdruck immer mehr, eroberte mit dem 48. und 50. Zug jeweils einen Bauern, so dass Schwarz nach 51 Zügen aufgab.

Joachim Langer spielte mit Weiß an Brett fünf gegen Marcel Hess eine Italienische Eröffnung und konnte sich lange behaupten; doch als Schwarz mit seinen beiden Türmen auf der zweiten Reihe auftauchte, gab er auf.

Udo Kopp gewann mit Weiß an Brett sieben gegen Kurt Reich früh einen Bauern. Schwarz fand danach nicht mehr in die Partie und gab nach 15 Zügen auf.

Axel Obdenbusch spielte mit Weiß an Brett neun gegen Klaus-Dieter Jordan und dessen Französische Verteidigung. Weiß spielte nicht aggressiv genug, fand nicht die besten Antworten gegen das Spiel von Schwarz und gab nach 31 Zügen auf.

Die Partien Dr. Hasso Daebel gegen Henri Berner und Olaf Grony gegen Hans Banaszack wurden kampflos für den Anziehenden als gewonnen gewertet.

Wilfried Uhlich sicherte sich ungeschlagen mit sechs Punkten aus sieben Partien den Titel des Stadtmeisters. Uwe Nebel holte sich mit seinem Abschlusssieg und 5,5 Punkten die Vizemeisterschaft, er hatte eine Partie kampflos verloren. Ulrich Arnold konnte durch seinen Sieg Martin Schäfer noch den dritten Platz entreißen. Den größten persönlichen Erfolg verzeichnete Enrico Berner, der jüngste Teilnehmer. Er holte 3,5 Punkte, die ihm rund 200 zusätzliche DWZ-Punkte bescherten. (ao)