Lars Schäpers gabelt Wilfried Uhlich

In der zweiten Runden der Vereinsmeisterschaft gab es die ersten Überraschungen. Da noch fünf Runden ausgetragen werden, ist allerdings noch alles offen.  

Am ersten Brett spielte der junge Lars Schäpers mit Weiß gegen den leicht favorisierten Wilfried Uhlich. Nach der Abtauschvariante des Damengambits gelang es Schwarz, die weißen Figuren in ein kompliziertes Netz von Fesselungen zu verstricken, Druck aufzubauen und Raumvorteil zu erlangen. Mit dem 36. Zug nutzte Weiß dann jedoch eine Ungenauigkeit von Schwarz und spielte eine Springergabel gegen die schwarze Dame und einen Turm. Bei Rettung der Dame hätte Weiß den ersten Turm mit einer weiteren Gabel gegen König und zweiten schwarzen Turm schlagen können, so dass Schwarz aufgab. An Brett zwei behielt Martin Schäfer, ehemaliger Stadtmeister, mit Weiß gegen Dr. Ludwig Maibaum in einer umkämpften Partie die Oberhand.

Wolfgang Ritter, der amtierende Vereinsmeister, traf mit Weiß an Brett drei gegen Georg Nordhoff an. Weiß spielte eine Spanische Eröffnung, die Schwarz mit der Berliner Verteidigung beantwortete. Nach den ersten Abtauschmanövern behielt Weiß das Läuferpaar, Schwarz konnte aber die Partie mindestens ausgeglichen halten, bis er einen Springer für einen Bauern gab. Nach gegenläufigen Rochaden endete das wechselseitige Schlagen der Damen mit einem Qualitätsverlust für Weiß. Schwarz bot nach dem 23. Zug Remis an, das Weiß bei leichtem Materialvorteil, aber gedrückter Stellung annahm.

 

Im Spitzenspiel der 2. Runde überraschte Lars Schäpers seinen Gegner mit einer spielentscheidenden Springergabel (Foto: A. Obdenbusch)


An Brett vier wollten Olaf Gorny mit Weiß und Dr. Hasso Daebel, der lange kein vereinsinternes Turnier mehr bestritten hatte,  den Anschluss an die vorderen Plätze nicht verlieren. Weiß geriet bald nach der Eröffnung in eine gedrückte Stellung und konnte Läufer und Turm am Damenflügel nicht ins Spiel bringen. Der schwarze Springer nutzte die Schwächen der weißen Königsstellung mit Gabelkombinationen geschickt aus.Über offene Diagonalen in der weißen Bauernstruktur konnte die schwarze Dame schließlich Weiß überraschen und ein Grundreihenmatt herbeiführen. 

 

An den Brettern fünf und sechs spielten die Verlierer der ersten Runde gegeneinander. Dabei gewann Helmut Neumann gegen Axel Obdenbusch und Joachim Langer unterlag mit Weiß Udo Kopp.