Martin Schäfer entschied Partie mit Bauernvorstoß am Damenflügel

Die Vereinsmeisterschaft der SG Drewer 54 bleibt hart umkämpft. Nach der dritten Runde ist nur noch Martin Schäfer verlustpunktfrei. Titelverteidiger Wolfgang Ritter musste seine erste Niederlage einstecken.   

Am ersten Brett trafen die Doppelsieger der ersten beiden Runden, Lars Schäpers mit Weiß und Martin Schäfer mit Schwarz,  aufeinander. Weiß spielte gegen eine slawische Verteidigung aus dem Damengambit, konnte sich zunächst eine leicht bessere Stellung erarbeiten und drückte mit seinen Zentrumsbauern weit nach vorn gegen den schwarzen unrochierten König. Schwarz konnte erfolgreich blockieren und auch einen raffinierten Angriff am Königsflügel abwehren. Danach übernahm Schwarz mit seiner Bauernmehrheit am Damenflügel die Initiative und strebte unaufhaltsam den Umwandlungsfeldern zu, so dass Weiß nach 38 Zügen aufgab.

Wilfried Uhlich empfing an Brett zwei mit Weiß Titelverteidiger Wolfgang Ritter. Weiß beschäftigte Schwarz mit seinem aggressiven Spiel am Damenflügel so sehr, dass der schwarze König nicht rochieren konnte. Dass Schwarz dann auch bei verbesserter Stellung die Rochade nicht nachholte, rächte sich bald. Weiß zwang den gegnerischen König mit weiteren Attacken zu einer Wanderung, bis kaum noch ein Fluchtfeld blieb, so dass Schwarz nach dem 17. Zug aufgab. Die Partie Georg Nordhoff gegen Helmut Neumann wird nachgeholt. 

An Brett vier kämpften Dr. Ludwig Maibaum, Weiß, und Dr. Hasso Daebel, Schwarz, um den Anschluss nach oben. Weiß zeigte zunächst das aktivere Spiel, Schwarz hatte eine etwas gedrückte Stellung. Im Mittelspiel wendete sich das Blatt: Weiß verlor nach einem mehrfachen Figurentausch einen Bauern. Durch ein geschicktes Endspiel eroberte Schwarz einen weiteren Mehrbauern. Weiß musste sich schließlich mit einem Turm zwei Freibauern und einem Turm von Schwarz erwehren und gab auf. An Brett fünf spielte Udo Kopp mit Weiß gegen die Caro-Kann-Verteidigung von Olaf Gorny. Die Partie verlief über weite Strecken ausgeglichen. Nachdem Schwarz im Mittelspiel versäumt hatte, eine Leichtfigur zu erobern, einigten sich beide Spieler im Turmendspiel auf Remis.

Das Spiel der bisher Punktlosen konnte Axel Obdenbusch mit Weiß gegen Joachim Langer für sich entscheiden. In der Rossolimo-Variante der Sizilianischen Verteidigung geriet Weiß bereits nach neun Zügen mit dem Verlust zweier Leichtfiguren ins Hintertreffen. Danach wurde die Partie ausgeglichener; Weiß konnte nach 19 Zügen einen Läufer erobern. Und dann kippte die Partie vollends. Schwarz verstellte das Fluchtloch des Königs und deckte mit dem Grundreihenturm seinen angreifenden Turm auf der zweiten Reihe. Weiß hatte inzwischen seine Figuren geschickt genug aufgestellt, um die Schwäche von Schwarz zu einem Grundreihenmatt auszunutzen. 

Nach drei Runden führt Martin Schäfer (3 Punkte) vor Dr. Hasso Daebel, Lars Schäpers und Wilfried Uhlich (je 2 Punkte).(ao)

Martin Schäfer entschied das Spitzenspiel der dritten Runde für sich und setzte sich mit 3 Punkten an die Tabellenspitze der Schach-Vereinsmeisterschaft der SG Drewer (Foto: A. Obdenbusch)
Martin Schäfer entschied das Spitzenspiel der dritten Runde für sich und setzte sich mit 3 Punkten an die Tabellenspitze der Schach-Vereinsmeisterschaft der SG Drewer (Foto: A. Obdenbusch)