Uwe Nebel spielte erfolgreiches Schachturnier

Hochkarätig besetztes Recklinghäuser Schachturnier beendet


Uwe Nebel spielte ein sehr erfolgreiches Turnier in Reck-linghausen (Foto: A. Obdenbusch)
Uwe Nebel spielte ein sehr erfolgreiches Turnier in Reck-linghausen (Foto: A. Obdenbusch)

Die Recklinghäuser SG Läufer-Ost richtete zum sechsten Mal ihre Schachwoche aus. Der Marler Uwe Nebel, 20. der Ratingliste, belegte dabei einen aus-gezeichneten 12. Platz.

53 Teilnehmer vom Teenager bis zum fast Achtzigjährigen nahmen an dem Turnier über sieben Runden teil. Der Wettbewerb war hochkarätig besetzt, wiesen doch 16 Schachfreun-de eine Spielstärke von mehr als 2000 TWZ (Turnierwertungszahl) aus.

Uwe Nebel, Leiter der Schulschach AG am ASGS-Gymnasium und Vertreter der SG Drewer 54 e. V., ging mit einer Wertungszahl von 1917 als 20. der Ratingliste an den Start. In der ersten Runde setzte er sich mit Weiß gegen den 48. durch. Danach traf er mit Schwarz auf den Rating-Dritten, Soel Kartsev aus Dortmund (TWZ 2220), der 2015 das Turnier gewon-nen hatte. Weiß spielte gegen die Sizilianische Verteidigung die Alapin-Variante und konnte sich schließlich gegen Schwarz durchsetzen.

Die nächsten beiden Partien gegen etwas schwächere Gegner gewann Uwe Nebel erst mit Weiß, dann mit Schwarz und holte seinen dritten Punkt aus vier Partien. In der fünften Run-de remisierte er mit Weiß gegen den Gladbecker Schelwokat, der an Rang 19. gesetzt war und im Turner Siebter wurde.

In der sechsten Runde ging es dann mit Schwarz gegen Helmut Hassenrück aus Gladbeck, mehrfacher deutscher Polizeimeister und mit einer Punktzahl von TWZ 2161 Fünfter der Ra-tingliste. Nebel versuchte es mit der Holländischen Verteidigung doch spielte sein Gegner mit Weiß positionell so stark, dass Schwarz kaum Chancen auf ein befreiendes Gegenspiel bekam und schließlich aufgab.

Eine verrückte Partie gab es in der Schlussrunde. Nebel spielte mit Schwarz gegen Martin Herud aus Recklinghausen (TWZ 2032) eine Französische Verteidigung. Weiß schwächte die schwarze Königsstellung schon früh durch ein Läuferopfer auf h7 und spielte äußerst aggressiv weiter. Doch dann setzte Schwarz noch einmal alles auf eine Karte und nutzte die ungestüme Angriffswut von Weiß geschickt zu einem immer gefährlicher werdenden Gegen-spiel aus, das ihm schließlich noch einen nicht mehr erwarteten Sieg brachte.

Mit 4 ½ Punkten aus sieben Partien wurde Uwe Nebel Zwölfter, ließ neun Konkurrenten mit einer Punktzahl von mehr als 2000 TWZ hinter sich und gewann den Senio-renpreis. Mit fünf Siegen und zwei Remis wurde der In-ternationale Meister Karl-Heinz Podzielny (TWZ 2395) aus Iserlohn Turniersieger vor dem Gladbecker Helmut Hassenrück (TWZ 2161) und Dennis Luft aus Dortmund (TWZ 2242).