Favoriten setzen sich durch

In 12. Pokalrunde nur ein Sieg für Weiß

Helmut Neumann blühte einmal mehr am Schachbrett auf (Foto: A: Obdenbusch)
Helmut Neumann blühte einmal mehr am Schachbrett auf (Foto: A: Obdenbusch)

Marl, den 16.05.2019. Am Hauptspieltag der 12. und damit vor-letzten Runde des Schach-Pokalwettbewerbs der SG Drewer wurden fünf Partien ausgetragen. Die Favoriten triumphierten – auch gegen den gegnerischen Anzugsvorteil.

Wilfrid Uhlich spielte an Brett fünf mit Weiß gegen Wolfgang Ritter erwartungsgemäß ein Damengambit und konnte sich bald einen Materialvorteil verschaffen. Nach 24 Zügen inszenierte Weiß einen gefährlichen Angriff mit Mattgefahr, so dass Schwarz aufgab.

Martin Schäfer traf mit Weiß an Brett drei auf Udo Kopp und dessen Russische Verteidigung. Zwar hielt Schwarz Materialgleichheit, aber nach 20 Zügen spielte Weiß einen massiven, spielentscheidenden Angriff mit Läufer und Türmen, und Schwarz gab auf.

Sascha Kranzusch, Weiß, hatte es an Brett sechs mit Schach-Nestor Helmut Neumann zu tun. Mit zunehmender Spieldauer spielte Schwarz immer stärker auf und bezwang Weiß nach 20 Zügen mit einer originellen Mattkombination.

An Brett sieben spielte Außenseiter Axel Obdenbusch mit Weiß gegen Ulrich Arnold, der mit einer Französischen Verteidigung auf die Königsbauerneröffnung antwortete. Weiß versuchte den Spielstärkenvorteil des Gegners durch rigorosen Abtausch nicht zur Geltung kommen zu lassen, spielte aber im Turmendspiel zu ungenau und konnte im anschließenden Bauernendspiel unter Zugzwang die Bauernumwandlung nicht mehr aufhalten. Nach 66 Zügen gab er auf.

Olaf Gorny wählte mit Weiß an Brett vier gegen Titelanwärter Lars Schäpers eine Englische Eröffnung. Weiß baute eine gute Stellung auf und errang leichten Materialvorteil, fand dann aber die siegbringende Fortsetzung nicht mehr. Schwarz bekam Gegenspiel, drang mit der Dame auf die siebte Reihe ein, gab so ein Springerschach, dass Weiß dem Matt nur mit Damenverlust entkommen wäre. Das entschied die Partie nach 31 Zügen für Schwarz.

Vor der letzten Runde führt Lars Schäpers vor Ulrich Arnold und Martin Schäfer. (ao)