Nachwuchsförderung statt Klassenerhalt

SG Drewer IV mit glücklosem Saisonende

Adrian Kwiatkowski zeigte eine starke Leistung (Foto: A. Obdenbusch)
Adrian Kwiatkowski zeigte eine starke Leistung (Foto: A. Obdenbusch)

Marl, den 25.04./02.05.2019. Am zweiten Spieltag der Vereins-meisterschaft der SG Drewer 54 e. V. setzten sich die Favo-riten durch, mussten sich aber mit teilweise hartnäckigem Widerstand auseinandersetzen. Der junge Adrian Kwiatkow-ski schrammte knapp an einer Sensation vorbei.

In einer vorgezogenen Partie spielte der krasse Außenseiter Adrian Kwiatkowski, der erst vor ein paar Monaten aus der Schul-schach-AG des ASGS-Gymnasiums dem Verein beigetreten war, mit Weiß gegen den routinierten Wolfgang Ritter. Weiß bot dem Favoriten mutig Paroli und behauptete in der Partie bei leicht besserer Struktur lange Materialgleichheit. Nach mehr als 30 Zügen schlug Weiß einen Bauern – ein Damentausch hätte ihm ein günstigeres Endspiel beschert. Das erleichterte Schwarz das Gegenspiel. Nach vierzig Zügen übersah Weiß dann einen drohenden Spieß, verlor seine Dame und gab auf. Ein bitteres Ende – statt zu punkten, stand er nun mit leeren Händen da.

Am Hauptspieltag erwartete Udo Kopp mit Weiß in einer Italienischen Partie an Brett vier Kurt Reich. Die Begegnung endete überraschend schnell: Schwarz verlor nach 20 Zügen eine Figur und gab sich daraufhin postwendend geschlagen.

Währenddessen kämpften vier Spieler weiter um Meisterschaftspunkte. Ulrich Riegermann, Weiß, hatte es an Brett drei mit Joachim Langer zu tun. Nach einer Damenbauerneröffnung gewann Weiß bald einen Mehrbau-ern und nach 17 Zügen sogar einen Läufer. Schwarz wehrte sich nach besten Kräften, bekam jedoch kein nachhaltiges Gegenspiel. Als er nach 33 Zügen noch einen Turm verlor, gab er auf.

An Brett eins spielte Helmut Neumann mit Weiß gegen Ulrich Arnold und dessen Französische Verteidigung. Schwarz gewann im Laufe der Partie einen Mehrbauern und begann, Weiß positionell zunehmend unter Druck zu setzen. Als Weiß seine Dame dann nach 37 Zügen einem Springerangriff ausgesetzt sah, dem ein Schachgebot und ein druckvoller Königsangriff gefolgt wären, gab er auf.

Axel Obdenbusch hatte in der zweiten Runde spielfrei.

 

Nach zwei Spieltagen führen Ulrich Arnold und Wolfgang Ritter mit jeweils zwei Punkten, gefolgt von Ulrich Riegermann mit 1 ½ Punkten. (ao)

Vereinsmeisterschaft 2019

Paarungsliste der 2. Runde
Tisch TNr Teilnehmer Tite Punkte - TNr Teilnehmer Tite Punkte Ergebnis At
1 4. Neumann,Helmut   (1) - 1. Arnold,Ulrich   (1) -  
2 9. Kwiatkowski,Adri   (1) - 3. Ritter,Wolfgang   (1) -  
3 2. Riegermann,Ulric   (½) - 7. Langer,Joachim   (0) -  
4 6. Kopp,Udo   (0) - 5. Reich,Kurt   (½) -  
5 8. Obdenbusch,Axel   (0) - 10. spielfrei   (0) + - -  

Kurt Reich sorgt für die einzige Überraschung

Alle Altersklassen bei Vereinsmeisterschaft 2019 vertreten

Marl, 21.03.2019. Die Schach-Vereinsmeisterschaft der SG Drewer 54 e. V. startete mit vier Partien. An drei Brettern setzten sich die Favoriten durch.

Neun Vereinsmitglieder beteiligten sich an dem Turnier über sieben Runden: eins aus der ersten, zwei aus der zweiten, vier aus der dritten und zwei aus der vierten Mannschaft. Mit einem Lebensalter zwischen 16 und 92 Jahren waren alle Altersklassen vertreten. Die erste Runde sollte lange und hart um-kämpfte Partien bringen.

An Brett zwei traf Kurt Reich mit Weiß auf den spielstarken Ulrich Riegermann, dem nach langer Pause aber Wettkampfpraxis fehlte. Nach einem Damen-gambit wickelte Weiß mit besserer Bauernstruktur und Qualitätsvorteil ins End-spiel ab, riskierte dann aber nichts mehr und bot Remis an, das Schwarz annahm – eine unerwartete Punkte-teilung.

Joachim Langer begegnete mit Weiß an Brett vier Helmut Neumann. Weiß gewann in einer frühen Phase einen Mehrbauern und einen Turm für eine Leichtfigur. Mit fortschreitender Partie änderte Schwarz das Kräf-teverhältnis zu seinen Gunsten. Er ging mit zwei Leichtfiguren mehr, aber drei Bauern weniger ins Endspiel, und Weiß gab nach 45 Zügen auf.

An Brett eins spielte Ulrich Arnold mit Weiß gegen Udo Kopp eine Englische Eröffnung. Bei Materialgleichheit hatte Weiß im Endspiel eine etwas bessere Bauernstruktur, aber Schwarz dafür das Läuferpaar. Nach einem langen Ringen verlor Schwarz dann überraschend durch Zeitüberschreitung.

Wolfgang Ritter gewann mit Weiß an Brett drei gegen Axel Obdenbusch nach einer Gambitverteidigung einen Bauern und nach 24 Zügen einen Springer, als Schwarz nicht den besten Verteidigungszug fand. Weitere 20 Züge später zog Weiß das Mattnetz immer enger. Bei drohendem Damenverlust nach dem 47. Zug von Weiß gab Schwarz auf.  

 Adrian Kwiatkowski hatte in der ersten Runde spielfrei. (ao)