Ludwig Maibaum und Wilfried Uhlich immer noch mit weißer Weste

Stadtmeister schlägt amtierenden Vereinsmeister

Pascal Broich erkämpfte gegen seinen höherklassigen Gegner ein Remis (Foto: A. Obdenbusch)
Pascal Broich erkämpfte gegen seinen höherklassigen Gegner ein Remis (Foto: A. Obdenbusch)

In der dritten Runde der Vereinsmeisterschaft der SG Drewer 54 setzten sich mit zwei Ausnahmen die höherklassigen Spieler durch. Der Kampf um den Titel könnte ein Zweikampf werden.

Helmut Neumann, Weiß, eröffnete an Brett fünf mit einem Läuferspiel gegen Joachim Langer. Die Partie verlief zunächst noch ausgeglichen bis Schwarz im 31. Zug auf der h-Linie einen Turmspieß nicht kommen sah, die Dame verlor und dann aufgab.

Axel Obdenbusch spielte an Brett sieben mit Weiß gegen René Broich und dessen Sizilianische Verteidigung. Weiß geriet nach der Eröffnung durch einige ungenaue Züge in Nachteil, verlor erst die Qualität und wenig später einen Läufer. Als Schwarz dann bei klarem Materialvorteil einen Damenabtausch erzwang, gab Weiß nach dem 26. Zug auf.

Pascal Broich, Weiß, sah sich an Brett sechs mit der Russischen Verteidigung von Udo Kopp konfrontiert. Die ausgeglichene Partie verharrte in einer geschlossenen Stellung und beide Spieler einigten sich nach 31 Zügen auf ein Remis – ein schöner Erfolg für Weiß.

Währenddessen kämpften Dr. Ludwig Maibaum, Weiß, und Martin Schäfer an Brett zwei um den Anschluss an die Spitze. Nach Englischer Eröffnung gewann Weiß im Laufe der Partie eine Leichtfigur und büßte einen Bauern ein. Trotz des Materialnachteils verlangte Schwarz seinem Gegner im Endspiel alles ab. Als Weiß sich schließlich anschickte, den letzten schwarzen Bauern zu erobern, gab Schwarz nach 53 Zügen auf.

Im Spitzenspiel traf an Brett eins der amtierende Vereinsmeister, Ulrich Arnold, mit Weiß auf den Stadtmeister Wilfried Uhlich. Nach Englischer Eröffnung entwickelte sich die Partie zu einem verbissenen und ausgeglichenem Positionsspiel. Weiß lehnte nach 26 Zügen ein Remisangebot von Schwarz ab, übersah jedoch wenig später bei einem Angriff auf einer Zentrallinie eine Verteidigungsmöglichkeit von Schwarz. Der Anziehende verlor eine Figur und gab nach dem 36. Zug auf.

Die dritte Partie mit Englischer Eröffnung spielten Olaf Gorny, Weiß, und Wolfgang Ritter an Brett vier. Die Begegnung verlief lange in einer geschlossen Stellung. Nach mehrfachem Figuren- und Damentausch konnte Schwarz auf die dritte Reihe eindringen, die weißen Basisbauern angreifen, die Stellung öffnen und sich Freibauern schaffen. Weiß gab dann nach 40 Zügen auf.

Einen packenden Kampf lieferten sich auch Christian Horstig, Weiß, und Georg Nordhoff an Brett drei. Die Partie war lange ausgeglichen und komplex. Erst nach 27 Zügen konnte Schwarz mit einem Doppelangriff auf Springer und Bauer einen Vorteil erringen. Nach mehrfachem Abtausch konnte Schwarz im Endspiel mit einem Läufer bei Bauerngleichheit die Oberhand gewinnen, so dass Weiß aufgab.

 

Nach drei Runden führen Dr. Ludwig Maibaum und Wilfried Uhlich mit drei Siegen das Turnier an. Es folgen vier Spieler mit zwei Punkten. Ebenfalls noch ungeschlagen ist Udo Kopp nach drei Remis.