Henri Berner überraschender Pokalsieger


Spielleiter Wolfgang Ritter überreicht dem Turniersieger Henri Berner (re.) den Bürgermeis-terpokal (Foto: A. Obdenbusch)
Spielleiter Wolfgang Ritter überreicht dem Turniersieger Henri Berner (re.) den Bürgermeis-terpokal (Foto: A. Obdenbusch)

Das alljährliche Schachturnier auf der Weihnachtsfeier der SG Drewer 54 e. V. entschied mit Henri Berner erstmals ein junger Spieler aus der zweiten Mannschaft für sich.

 

Das Weihnachtsturnier der Schachgemeinschaft wird vollrundig, d.h. jeder gegen jeden, als 960er Schach ausgetragen. Der Sieger dieses Turniers wird mit dem Bürgermeisterpokal ausgezeichnet. 

 

Die Variante des 960er Schachs entwickelte der legendäre Bobby Fischer, sie wurde vor rd. 20 Jahren erstmals öffentlich auf einem Turnier vorgestellt. Ziel war, mehr Gewicht auf Kreativität und Talent des Spielers zu legen, als auf das Auswendiglernen und Analysieren von Eröffnungen. Deswegen werden die Figuren auf den beiden Grundreihen nach einem Zufallsprinzip aufgestellt; 960 Ausgangsstellungen sind dabei möglich.

 

Am diesjährigen Weihnachtsturnier der SG Drewer beteiligten sich 10 Spieler, einer aus der ersten, fünf aus der zweiten sowie vier aus der vierten Mannschaft.

 

45 Partien mussten gespielt werden. Am Ende der neun Runden mit 5 Minuten Bedenkzeit je Spieler und Partie setzte sich überraschend der junge Henri Berner durch. Vor drei Jahren in den Verein eingetreten ist er bereits Stammspieler an Brett sieben in der zweiten Mannschaft der SG Drewer und hat sicherlich noch weiteres Potenzial. Er holte 7 ½ Punkte. Einer Niederlage gegen den Vierten, René Broich, und einem Remis gegen den Sechsten, Wolfgang Ritter, standen sieben Siege gegenüber, darunter die entscheidenden gegen den Zweiten und den Dritten. Zweiter wurde Georg  Nordhoff, Pokalsieger 2015, mit sieben Punkten, der nur gegen den Ersten und gegen den Fünften, Marius Kraft, verlor. Punktgleich, aber mit der schlechteren Feinwertung, belegte Marcel Hess den dritten Platz; er musste sich nur Henri Berner und Georg Nordhoff beugen.(ao)