Externe Turniere

Ricardo Vormann verbessert sein Punktekonto

Anstrengender Elberfelder Schach-Sommer

Ricardo Vormann bei der Stellungsanalyse (Foto: A. Obdenbusch)
Ricardo Vormann bei der Stellungsanalyse (Foto: A. Obdenbusch)

Wuppertal/Marl, den 26.28.08.2022. Am Wuppertaler Schach-turnier nahm auch Ricardo Vormann von der SG Drewer 54 teil. Nach mehreren Partien gegen wesentlich stärkere Geg-ner kehrte er mit einer Ausbeute von rund 40 DWZ-Punkten nach Marl zurück.

Die Elberfelder Schachgesellschaft 1851 richtete am Wochen-ende in Wuppertal ein Schachturnier über fünf Runden aus, den „Elberfelder Schach-Sommer“. An zwei Tagen mussten zwei Partien absolviert werden. Das Turnier war recht stark besetzt. 38 der 50 Teilnehmer wiesen mehr als 1.300 DWZ-Punkte auf, 17 mehr als 1.700 und fünf mehr als 1.900.

Unter die angemeldeten Schachfreunde hatte sich auch der Marler Ricardo Vormann gemischt, der während der Corona-pandemie erst das Schachspiel für sich entdeckt hatte und im Herbst 2021 der SG Drewer 54 beigetreten war. Nach drei Wer-tungseinsätzen in der 2. Kreisliga und einer sehr erfolgreichen Teilnahme am Herner „Unser Fritz Basic 2022“-Turnier war er mit einer statistischen Spielstärke von 1.322 DWZ-Punkten an-gereist. Damit belegte er den 37. Platz auf der Startliste.

Er begann in der ersten Runde mit einem überraschenden Re-mis gegen den starken Düsseldorfer Fabian Schmitz (1.823 DWZ-Punkte) und ließ in der zweiten Runde mit Weiß einen Sieg gegen den Wuppertaler Dr. Stephan Kannengießer folgen.

Die beiden nächsten Runden, jeweils mit Schwarz, gegen den Lokalmatadoren Thorben Mantler (1.844) und die Bielefelderin Jule Johanna Cordes (1.821) gingen dann verloren - ebenso wie die Schlusspartie gegen den Hattinger Axel Becker. Hier forderte wohl auch die dichte Partiefolge ihren Tribut.

 

Mit 1,5 Punkten aus fünf Partien konnte der Marler aber seinen Ratingplatz vom Turnierstart nahezu halten. Seine persönliche Wertungszahl verbesserte er sogar um rund 40 DWZ-Punkte.(ao)

 

 

Uwe Nebel bietet starke Leistung bei Deutscher Meisterschaft

34. Deutsche Senioren-Einzelmeisterschaft in Magdeburg

Uwe Nebenl bei der Stellungsanalyse (Foto: A. Obdenbusch)
Uwe Nebenl bei der Stellungsanalyse (Foto: A. Obdenbusch)

Magdeburg, 12.08.-20.08.2022. Fast 300 Schachfreunde hatten sich zur Deutschen Senioren-Einzelmeisterschaft in Magdeburg angemeldet. Unter ihnen befand sich auch der Marler Uwe Nebel, der als 117. startete und als 39. das Turnier beendete.

95 Schachfreunde hatte sich für die Altersgruppe 50+ (bis Jahr-gang 1972) angemeldet und sogar 198 für die Kategorie 65+ (bis Jahrgang 1957). Das Turnier wurde über neun Runden ge-spielt mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten für 40 Züge und 30 Minuten für den Rest der Partie zuzüglich einer Zeitgutschrift von 30 Sekunden vom ersten Zug an.

Auch Uwe Nebel, einer der stärksten Spieler der Marler SG Drewer 54 und der mit Abstand wettkampferfahrenste, hatte sich dieses Schach-Großereignis nicht entgehen lassen wollen.

Die statistische Spielstärke der 65+-Teilnehmer als nationale oder internationale Turnierwertungszahl, (TWZ), reichte von 2.297 bis 1.705 Punkten. Drei Internationale Meister (IM) und 16 FIDE-Meister (FM) hatten sich zum Wettkampf angemeldet. Zu Turnierbeginn rangierte Uwe Nebel mit seiner statistischen Spielstärke von 1.805 TWZ-Punkten auf Platz 117 der Alters-gruppe 65+.

Bereits in der ersten Runde wartete mit dem hessischen Ober-liga-Spieler FM Georg Haubt (TWZ 2.143/18. der Ratingliste) ein dicker Brocken auf den Marler, der mit Weiß spielte. Nach Eröff-nungsvorteilen für Weiß konnte Schwarz ausgleichen, lehnte ein Remisangebot ab, verrechnete sich dann aber. Weiß verschaffte sich einen Freibauern, dessen Umwandlung Schwarz nicht mehr verhindern konnte. Die Überraschung war perfekt.

Die zweite Runde mit Schwarz gegen den Briesener (Brandenburg) Werner Püschel (2.030/45.) und die dritte mit Weiß gegen den Heidenauer (Sachsen) Hartmut Krien (1.967/64.) liefen dann nicht mehr so gut und gin-gen verloren.

Doch in der vierten Runde glich Uwe Nebel sein Punkte-Konto mit Schwarz durch einen Sieg gegen den Ber-liner Dr. Hartmut Pöltelt (1.618/163.) aus.

In der fünften Runde bot ihm der starke und erfahrene Verbandsliga-Spieler Manfred Kröncke (2.046/43.) aus Schleswig-Holstein Remis an. In der sechsten Runde spielte er mit Schwarz gegen Karl Brettschneider (1.949/66.). Uwe Nebel konnte die Stellung völlig ausgeglichen halten. Als sich für Schwarz dann sogar Chan-cen abzeichneten, bot Weiß Remis an, das der Marler annahm und damit sein Punktekonto auf drei verbes-serte. 

In der siebten Runde ging es mit Weiß gegen den Kieler Manfred Zimmermann (1.933/71.) Nach anfängli-chem Vorteil verlor Weiß eine Figur und bekam nur zwei Bauern als Kompensation. Doch gegen Ende der Partie konnte Schwarz einen Mattangriff von Weiß nur mit großem Materialnachteil abwehren und stand da-nach auf verlorenem Posten – Sieg für Weiß.

In der achten Runde ging es dann für Uwe Nebel mit Schwarz gegen den Essener Dietmar Lorenz (1.987/57.). Die Partie endete mit einer Punkteteilung.

In der Schlussrunde trat der Marler dann mit Weiß gegen den starken Frankfurter Michael Heid (1.987/46.) an. Nach einem doppelten Figurenopfer von Weiß konnte sich Schwarz nur auf Kosten eines Bauern aus einem Mattnetz befreien. Diesen Bauernvorteil nutzte Weiß in einem Turmendspiel, in dem er den schwarzen König abschnitt, zum Sieg.

5 ½ Punkte aus den neun Partien bedeuteten für Uwe Nebel Platz 39 – gegenüber einem Startrang von 117. Er verbessert damit seine TWZ um 49 Punkte. 

Turniersieger wurde IM Yuri Boidmann mit 7,5 Punkten vor FM Hans-Joachim Vatter (ebenfalls 7,5 Punkte und IM Klaus Klundt (7 Punkte). (ao)

 

 

 

SG Drewer-Quartett mit Licht und Schatten

Ricardo Vormann überrascht in Herne

René Broich, Marius Kraft, Axel Obdenbusch und Ricardo Vormann (v. l. n. r.) na-hmen am Open- und Basic-SChachturnier des SV Unser Fritz in Herne teil (Foto: privat)
René Broich, Marius Kraft, Axel Obdenbusch und Ricardo Vormann (v. l. n. r.) na-hmen am Open- und Basic-SChachturnier des SV Unser Fritz in Herne teil (Foto: privat)

Marl/Herne, 25.-19.06.2022. Vier Spieler der SG Drewer beteiligten sich an den zeitgleich durchgeführ-ten Open- und Basic-Schachturnie-ren des SV Unser Fritz in Herne. Ri-cardo Vormann war mit vier Siegen der Erfolgreichste.

Die beiden Turniere fanden über sieben Runden an fünf Tagen statt.

Marius Kraft aus der ersten Mann-schaft der SG Drewer hatte sich mutig für das schwere Open-Turnier ent-schieden. 73 Teilnehmer mit einer Wertungszahl für ihre Spielstärke zwischen 2.485 und 1.418 waren an-gemeldet, darunter ein Großmeister, ein Internationaler Meister und zwei FIDE-Meister. Mit einer Wertungszahl von 1.649 rangierte Marius Kraft auf Platz 69 der Ratingliste. In den ersten fünf Begegnungen gegen Gegner mit einer durchschnittlichen Wertungszahl von 1.742 errang er nur ein Remis. Aber dann gewann er die letzten beiden Partien und konnte sich mit 2 ½ Punkten noch auf Platz 58 verbessern.

René Broich startete mit 1.461 Wertungspunkten auf Rang 19 im Basic-Turnier. Hier reichte die Spielstärke der 53 Teil-nehmer von 1.683 Wertungspunkten bis 860. Es waren auch einige Spieler ohne Wertung angemeldet, deren wahre Spielstärke für viele Überraschungen sorgte. Der Marler hatte nach fünf Spielen drei Siege erspielt, aber in den letzten beiden Runden ging er leer aus und er rutschte mit seiner Platzierung hinter das Start-Rating.

Axel Obdenbusch startete mit 1.199 Wertungspunkten auf Rang 30. Mit einer Ausbeute von zwei Punkten nach vier Run-den lag er auch im Kampf um die Ratingpreise der Senioren und der Spieler unter 1.300 Wertungspunkten noch im Rennen. Aber in den letzten drei Runden erwischte er wieder sehr starke Gegner und es blieb bei den beiden Siegen. Auch er konnte seinen Platz aus dem Start-Rating nicht halten.

Ricardo Vormann, Drewers vierter Vertreter, war erst vor ein paar Monaten dem Verein beigetreten und hatte deswegen beim Turnierstart noch keine Wertungszahl. Er lag deswegen beim Turnierstart auf Platz 45 der Ratingliste. Er sollte aber zu den großen Überraschungen des Turniers gehören. Nach den ersten vier Runden hatte er 1 ½ Punkte errungen und dabei noch einen halben Punkt liegengelassen. Aber in den letzten drei Runden spielte er noch einmal sehr stark und holte weitere 2 ½ Punkte. Mit vier Punkten aus den sieben Runden belegte er einen starken Platz 20 und war der Erfolgreichste des Maler Quartetts. (ao)

 

 

Marius Kraft im Schnellschach gut platziert

Das Sextett der Marler SG Drewer: Henry Meyer-Adams, Marius Kraft, Luis Glück, René Broich, Niklas Herche, Axel Obdenbusch (v. li. N. re.) (Foto:privat).
Das Sextett der Marler SG Drewer: Henry Meyer-Adams, Marius Kraft, Luis Glück, René Broich, Niklas Herche, Axel Obdenbusch (v. li. N. re.) (Foto:privat).

Oer-Erkenschwick/ Marl, den 19.09.2021. 36 Schachfreunde beteiligten sich am Schnellschachturnier des Schachbezirks Herne-Vest, das der SV Erkenschwick ausrichtete. Von den sechs Teilnehmern der SG Drewer war Marius Kraft der er-folgreichste und wur-de Achter.

 

Mitglieder von acht Vereinen beteiligten sich, vertreten waren alle Altersklassen zwischen Jahrgang 1946 und 2012. Das Turnier ging über sieben Runden. Jeder Spieler hatte pro Partie 10 Minuten Bedenkzeit hatte und bekam eine Zeitgutschrift von fünf Sekunden je Zug. Die statistische Spielstärke reichte von über 2.100 DWZ-Punkten bis zu ohne DWZ-Wertung. Aber gute Schachspieler in 90- oder 120-Minuten Partien sind nicht unbedingt auch gute Schnell- oder Blitz-Schachspieler.

 

Von der SG Drewer beteiligten sich Spieler aller drei Teams an dem Turnier. Sie wollten endlich wieder Wett-kampfpraxis bekommen. Auch der Nachwuchs aus der dritten Mannschaft stellte sich dieser Herausforde-rung. Für Henry Meyer-Adams und Luis Glück war es das erste Schnellschachturnier, für Luis Glück, der erst vor ein paar Wochen der SG Drewer beigetreten war, sogar der erste Wettkampf überhaupt.

 

Während des Turnierverlaufs kam es dann auch zu vier Drewer-internen Duellen. Marius Kraft behauptete sich gegen Henry Meyer-Adams, Niklas Herche und René Broich jeweils gegen Luis Glück, Axel Obdenbusch und Henry Meyer Adams einigten sich auf Remis.

 

118 Partien wurden in rund drei Stunden gespielt. Vier Spieler lagen am Ende mit jeweils 5,5 Punkten vorn. Die Feinwertung musste also entscheiden. Sieger wurde Michael Jungbluth (SV Unser Fritz) vor Marius Eckert (SV Waltrop) und Peter Trzaska (SV Erkenschwick). Diese standen auch auf der Rating-Liste oben. Sensationeller Vierter wurde der junge Sebastian Riechenberg, 26. der Rating-Liste.

 

Marius Kraft belegte mit 4,5 Punkten als bester Marler den achten Platz und verbesserte sich gegenüber seinem Rating-Platz. Die anderen Vertreter der SG Drewer schnitten gemäß ihrem Rating ab oder etwas darunter. Auch Luis Glück konnte eine Partie für sich entscheiden. (ao)

Felix Pennig  wird Bezirksmeister im Blitzschach

Nummer 1 der SG Drewer setzt sich gegen starke Konkurrenz durch

Felix Pennig war an diesem Nachmittag nicht zu stoppen (Foto: A. Obdenbusch)
Felix Pennig war an diesem Nachmittag nicht zu stoppen (Foto: A. Obdenbusch)

Marl, den 23.11.2019. Die SG Drewer 54 e. V. richtete auch in diesem Jahr im Spiellokal des ASGS-Gymnasiums die Blitz-einzelmeisterschaft des Schachbezirks Herne-Vest aus. Mit dem Marler Felix Pennig holte sich einer der jungen Teilnehmer den Meistertitel.

Für das stark besetzte Turnier hatten sich 14 Spieler angemeldet. Ihre statistische Spielstärke lag zwischen 2072 und 1206 DWZ-Punk-ten, im Durchschnitt bei rund 1630. Drei Teilnehmer spielen in der NRW-Liga, drei wiesen eine Spielstärke von mehr als 2000, zwei weitere eine von über 1900 Punkten auf. Sechs Spieler gehörten der SG Drewer an, vier dem SV Erkenschwick, drei dem SK Sodingen/ Castrop und einer kam vom SV Hullern.

Gespielt wurde nach dem sogenannten Fischer-Modus, das heißt jeder Spieler hatte drei Minuten Bedenkzeit zur Verfügung und be-kam pro Zug eine Zeitgutschrift von 2 Sekunden. Regelwidrige Züge wurden mit einer Zeitgutschrift von 1 Minute für den Gegner geahn-det.

Nach 13 Runden und 92 Partien stand das Ergebnis des Wettkamp-fes fest. Die Nummer eins der SG Drewer, Felix Pennig, hatte sich den Meistertitel geholt. Obwohl er als Siebter der  Ratingliste nicht zum engsten Favoritenkreis gehörte, hatte er sich gegenüber der äußerst star-ken Konkurrenz durchgesetzt. Nach dem Partieverlust in der ersten Runde gegen den späteren Vierten war er nicht mehr zu stoppen. Er leistete sich zwar ein unerwartetes Remis gegen Vereinskamerad René Broich, besiegte aber alle anderen Teilnehmer und erreichte 11 ½ Punkte. Zweiter wurde Franz Schulze Bisping vom SV Erkenschwick mit 10 ½ Punkten vor Ralph Ingo Hille vom SK Sodingen/Castrop mit 10 Punkten. Die an-deren fünf Vertreter der SG Drewer schnitten entsprechend ihren Ratingplätzen ab.

Nachdem bereits Jens Nebel den Bezirksmeistertitel im Blitzschach 2017/2018 geholt hatte,  konnte Felix Pennig diesen Erfolg für die SG Drewer wiederholen. Der junge Marler spielte in der Saison 2012/2013 noch in der 2. Kreisklasse am ersten Brett der Nachwuchsmannschaft des Vereins, die er zum Aufstieg führte. Er hatte damals bereits eine Spielstärke von 1451 DWZ-Punkten.

 

In der Saison 2013/2014 wurde er in Drewers zweite Mannschaft integriert und spielte vier Klassen höher. Seit 2016/2017 spielt er in der ersten Mannschaft, die es bis in die Verbandsklasse schaffte. Für die begon-nene Saison wurde diese Mannschaft stark umgebaut und Felix Pennig spielt nun an Brett eins. Seine sta-tistische Spielstärke liegt inzwischen bei 1856 DWZ-Punkten und er wird sich sicherlich noch weiter verbes-sern können. (ao)